Montag, 8. Juni 2009

Philosophie von Leben und Tod

Ich dachte, es hätte noch etwas Zeit. So 3,5,12 Jahre bis das Thema aufkommt. Oder zumindest so in die Tiefe geht.
Das Kindelein hat Angst. Angst vor dem Tod. Und viele Fragen. Und viele Sorgen und Nöte um dieses Thema. Und es ist sehr schwer, ihr diese Angst zu nehmen, weil das Thema so wenig konkrete und verlässliche Antworten zulässt. Ich kann sie nur halten und zu trösten versuchen, ihre Sorgen und Ängste annehmen und zugeben, dass ich ihr keine Antworten geben kann. Ihre Gedanken kreisen um alles Weltliche, was ihr lieb ist und Geborgenheit gibt - was ist dann damit, kann ich all das mitnehmen? Und um uns, ob wir dann noch bei ihr sind, ob wir sie noch lieb haben. Darauf kann ich ihr antworten: ja, mein Kind, immer. Wir werden Dich immer lieben. Einfach immer fernab von Leben und Tod. Doch das ist wohl die einzige verlässliche Antwort, die ich für sie habe.
Aber ein klein wenig gibt sie sich selber Antworten. Sie möchte, wenn sie gestorben ist, einfach noch einmal geboren werden. Und ich sagte zu ihr, dann glaube daran, dass es so sein kann. Und irgendwann werde ich Dir von dem Glauben erzählen, der genau das annimmt.

Kommentare:

Susi Sonnenschein hat gesagt…

Hi, gerade dazu habe ich gestern noch beim Stöbern bei Amazon ein Buch gefunden, das sich mit diesem Thema beschäftigt. Vielleicht ist das was, ich weiß es nicht. Von Wolfgang Erlbruch, "Ente, Tod und Tulpe." Die Zusammenfassung klang eigentlich recht spannend, vielleicht wäre ein Buch hilfreich, wo die Eltern alleine nicht mehr weiterkommen. Schwierig, diese Sinnfragen, nicht wahr?

tonni hat gesagt…

Mensch, das liest sich super! Ich muss dann glaub ich gleich mal in die Buchhandlung! Danke Dir sehr für den Tipp!

Susi Sonnenschein hat gesagt…

Ich dachte halt, daß es interessant klingt, aber Ben ist ohnehin noch zu klein und ich warte lieber, bis das Thema dran kommt. Da waren in den Kommentaren auch noch andere Bücher erwähnt.