Mittwoch, 6. Februar 2019

WMDEDGT - Februar 2019

Frau Brüllen fragt wie jeden 5. eines Monats seit einigen Jahren "Was Machst Du Eigentlich Den Ganzen Tag?". Entstanden ist diese Idee von ihr nach einer ganzen Woche Tagebuchbloggen im Jahr 2013. Ich war damals bereits dabei und mache inzwischen wieder gerne mit.

Die Wecker klingeln roundabout 6 Uhr, meiner erst um 6.23 h, während die anderen drei da schon fast am Frühstückstisch sitzen. Die Morgenroutine ist die eines üblichen Werktages, heute mal ohne Katastrophen, Wutanfälle oder Streitereien. Die Kinder verlassen das Haus um 07.00 Uhr zum Bus, ich folge kurz danach, HerrNebeL ein paar Minuten später.
Die Bushaltestelle ist schon verwaist, als ich vorbei fahre. Es geht für mich 20 km über Land in eines der Nachbarstädtchen. Dort ist am Stadtrand die Rehaklinik, in der ich seit nun mehr 20 Jahren arbeite - zuerst als studentische Hilfskraft nach einem Praktikum, seit 2000 dann festangestellt als Sprachtherapeutin. Es ist schön, wieder einmal zu merken, dass es des Morgens auf der Fahrt wieder heller wird und ich nicht mehr im Stockdunkeln am Arbeitsplatz ankomme.
Ich fahre den Rechner hoch, der derzeit einige Minuten braucht, ziehe meine wenig vorteilhafte Arbeitskleidung an - weisse Hose und blaues Polohemd. Vor allem wenig vorteilhaft aufgrund der wenigen Taschen, die mit vielen Dingen arg gefüllt sind: in der Gesäßtache mein Schlüssel, mein täglicher Arbeitsplan und eine Packung Kaugummi und in der Brusttasche mein Scanner, ein Sterilium Fläschchen, 2 Bleistifte, ein Folienstift, ein Radiergummi. Wie das aussieht, mag sich nun jeder selber vorstellen.... Immerhin soll es irgendwann neue Hosen mit vier statt einer Tasche geben. Der Zeitpunkt dessen ist jedoch ungewiss....
Ich checke, wen ich heute behandele, bereite die Therapien ein wenig vor, drucke den Tagesplan aus und gehe um 08.30 h in den Teamraum, mache meinen morgendlichen Kaffee und gehe auf Station. Hier drucke ich wieder - diesmal Patientenlisten für alle Kollegen und koordiniere den Plan für die Patienten auf der geschützten Station. Um 08.45 Uhr  besprechen wir im Team - Therapeuten, Arzt, Oberärztin, 2 Praktikanten, eine Pflegekollegin und die Stationsassistentin - tagesaktuelle Dinge. Hier und da wird über irgendwelche Infos diskutiert und es werden Planänderungen besprochen. Kurz vor neun sind wir durch, ich drucke die Pläne für die Patienten im geschützten Bereich aus und bringe sie der Kollegin in den Frühstücksraum, die jeden Morgen ritualisiert die Pläne an die Patienten verteilt und deren Tagesverlauf bespricht.
Von 09.00 Uhr bis 12.30 Uhr habe ich Therapiezeit, zwischendurch ergibt sich heute - vermutlich durch einen akuten Noro Viren Fall bei einem meiner Patienten - für mich eine Freieinheit. Diese nutze ich, um meinen Aufenthalt in Hannover zu einer Fortbildung Anfang April zu planen. Recht schnell kommt mir die zündende Idee, dass wohl eine Messe zu der Zeit stattfinden muss, da ich zunächst quasi keine und später dann Zimmer in der Preiskategorie 200 Euro pro Nacht aufwärts (und zwar weit aufwärts) finde. Selbstredend ist auch im Fortbildungszentrum kein Zimmer mehr frei. Nach einer Weile weiterer Suche finde ich eine Privatunterkunft, auch wenn ich nun noch nicht weiß, wie ich das finden soll. Aber immerhin bleibe ich preislich gesehen weit unter 200 € pro Nacht. Nach der Mittagspause geht es weiter mit der Versorgung von Patienten sowie einer Planungseinheit für die Therapiepakete meiner Station und noch eine kurze Dokumentationszeit. Um halb vier verlasse ich die Klinik (quasi pünktlich, was eher eine Seltenheit ist), kaufe kurz ein und fahre nach Hause. Beide Kinder sind schon da, weil heute aufgrund von Zeugniskonferenzen nur halbtags unterrichtet wurde. Außerdem hat das große Kindelein ein großes Paket angenommen:


Da ihre Matratze fast so alt ist wie sie und ich neulich, als sie mit der Klasse auf Skifreizeit war, feststellte, dass das ziemlich genau zu merken ist, wenn man darauf schläft, habe ich kurzerhand eine neue bestellt. Ich schlafe selber seit 2 Jahren auf einer solchen Matratze und bin nach wie vor recht glücklich damit. Die Matratze des Kindes liegt schon herum und lüftet aus. 
Mit einem Kaffee gehe ich runter zu meiner Mutter, quatsche ein bisschen mit ihr, schiele unauffällig hier und dort hin, checke diverse Dinge des Alltags, kläre Termine und suche - wie jeden Tag - irgendetwas, was sie sucht. Nach dem Kaffee breche ich auf zum Psychiater Termin, den ich turnus mäßig mindestens alle drei Monate habe. Momentan geht es vor allem um einen kurzen Austausch des Standes der Dinge - wie es eben geht, wie ich umgehe mit Belastungen, was möglich ist zu tun und ob eine Medikationseinstellung erforderlich ist. Letzteres ist momentan nicht der Fall. Mit manch anderem tue ich mich schwer. Die Belastungen sind hoch, seit vielen Monaten, ich funktioniere durchgehend, wenn auch mal mehr schlecht als recht, aber ich funktioniere. Drumherum versuche ich ebenfalls seit Monaten, viel Ausgleich für mich zu schaffen, wobei das meiste, was ich an Energie für mich gewinnen kann, irgendwo im Nirvana verpufft. Meist frag ich mich nicht mehr, wie es mir geht. Ich mache einfach. Und mache weiter, weil mir kaum eine Wahl bleibt. Da ist wenig Raum, mich selber einzulassen auf mich, oder besser mich zu kümmern um mich. Weil ich mich viel zu viel um andere kümmere, oft kümmern muss. Ich habe momentan ein Stück weit resigniert, fühle mich ohnmächtig und hilflos. Ich handele, arbeite ab. Alle aufgelaufenen to-dos werden der Dringlichkeit nach abgearbeitet. So, wie es eben nötig ist. Und immer, wenn sich tatsächlich mal eine Weile Entschleunigung einstellen könnte, finde ich garantiert irgendein Projekt und ich verfalle wieder in Aktionismus. Runterkommen und Ruhe finden gelingt nicht. Ich habe es momentan so akzeptiert und hoffe auf den richtigen Zeitpunkt, wieder hinschauen zu können. Hilfreich sind  solche "Eckpfeiler" wie eben dieser Termin, wo ich dann doch mal ein Stück weit genauer denke, fühle, antworte.
Direkt danach kläre ich mit meiner Schwester telefonisch, wie wir auf einen wieder einmal sehr wunderlichen Brief des gegnerischen Anwalts in der laufenden Erbstreiterei reagieren. Auch wenn die Auseinandersetzung abgeschossen schien, stellt dieser noch wunderliche Fragen zum im Verlauf bereits geklärter Sachverhalte und bittet um die Beschaffung von Dingen, die der Gegenseite längst vorliegen. Nett dabei auch der abschließende Satz, dass die Gegenseite sehr an der baldigen Beendigung der Auseinandersetzung interessiert sei. Bitte, nur zu - eigentlich sind sie am Zug: bereits seit November liegt der gefundene Konsens deren Notar vor, irgendwie können wir da jetzt auch nichts beschleunigen. Immerhin ist da diesmal nichts, was noch in irgendeiner Form zur Pulsbeschleunigung führen würde. Ich reagiere lediglich mit einem müdem, gequältem Lächeln und Augenrollen.
Auf der Fahrt zurück meldet sich die Elektronik des neuen Autos wiederholt lautstark mit dieser Anzeige:



Wunderlich nur, dass hinten weder jemand sitzt oder gar heute saß, geschweige denn, dass ein Anschnallgurt genutzt wird oder wurde. Auf den Sitzen steht auch nichts, sodass ich mir das aufgeregte Gepiepe nicht erklären kann. Ich ignoriere es hartnäckig und hoffe, dass bei der nächsten Fahrt Stille herrscht. Lust, geschweige denn Zeit, in der Werkstatt vorstellig zu werden habe ich nämlich keine. Ich versuche zudem, dem Gedanken, dass es doch keine gute Idee war, den geliebten (sehr) alten Wagen, der mit quasie keiner Elektronik auskam, abzugeben, nicht weiter zuzulassen. Irgendwie hatte es ja schon einen Grund, weshalb wir arg an dem Ding hingen...
 
Daheim angekommen mixe ich schnell einen Drink für nach dem Sport für die langjährige Hockeyfreundin und mich (mit Quark, Haferflocken, Mandeln, Obst, Milch und nem Schuss Agavendicksaft), ziehe mich um und fahre die langjährige Hockeyfreundin abholen. Zwischenzeitlich ist HerrNebeL heimgekommen und bereitet das Abendbrot zu.
Im Fitnessstudio machen wir eine Weile Ausdauer- und dann Krafttraining. Mittendrin treffen wir meine Schwester, die von einem Kurs kommt (auf dem Stepper. Hoffnungslos verloren wäre ich, weil viel zu viel Koordination gefragt ist und das bitte synchron im Tempo der Musik...). Um halb neun springe ich schnell unter die Dusche, während die langjährige Hocheyfreundin kurz mit ihrem Cousin, den wir ebenfalls zufällig dort treffen, quatscht. Irgendwie liegt der neuere Standort des Fitnessstudios  für verflixt viele Menschen der Stadt verflixt günstig. Glücklicherweise kommen aber nahezu alle wirklich zum sporteln dort hin und nach kurzem Hallo geht meist jeder seinen eigenen Dingen nach. Im Frühjahr und zum Sommer hin wird es erfahrungsgemäß wieder etwas ruhiger werden. Um zwanzig vor neun verlassen wir das Studio (rekordverdächtige Duschzeit!) und fahren zur Freundin, wo wir 2 Minuten nach Anpfiff des Pokal Achtelfinales den Fernseher einschalten. Die ursprünglich geplanten 90 Minuten werden dann dank Verlängerung und Elfmeterschießen etwas länger, sodass ich nach der Ankunft zu Hause nicht mehr am Tagebuchbeitrag weiterschreibe. HerrNebeL und die Kinder sind schon im Bett, in das ich mich dann um kurz nach Mitternacht auch verkrieche, selbstverständlich nicht ohne eine abschließende twitter Runde.

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Donnerstag, 6. Dezember 2018

WMDEDGT - Dezember 2018

Frau Brüllen fragt wie jeden 5. eines Monats seit einigen Jahren "Was Machst Du Eigentlich Den Ganzen Tag?". Entstanden ist diese Idee von ihr nach einer ganzen Woche Tagebuchbloggen im Jahr 2013. Ich war damals bereits dabei und mache inzwischen wieder gerne mit. 

Ich habe heute den ersten meiner Resturlaubstage, kann also eigentlich ausschlafen. De facto werde ich um halb sechs vom ersten Weckerklingeln wach. Das kleine Kindelein liegt bei uns im Bett und kuschelt ein Weilchen, um dann nochmal kurz einzunicken. Roundabout sechs steht sie dann doch auf, die beiden Anderen Menschen geistern schon durch die Wohnung. Kaum zehn Minuten später geht das allmorgendliche Getöse los, Streitereien, Sticheleien und Geschirrgeklapper beim Frühstück, dem ich aufgrund unseres Wohn/Esszimmer/Schlafraumes (eines zugegebenermaßen recht großen Raumes) nicht entgehen kann. Irgendwann um 07:00 Uhr herum verlassen die drei das Haus und ich kuschele mich erneut ein, bis zum Weckerklingeln um 09.00 Uhr. Ich mache mich in Ruhe fertig und fahre in einen Park in Innenstadtnähe, wo ich mit einer lieben ehemaligen Arbeitskollegin - trotz wenigem Kontakt empfinde ich sie als Freundin - zum Frühstück verabredet bin. Ich bin zuerst dort und werde im Cafe durch eine unerwartet hohe Geräuschkulisse sehr überrascht. Es scheint ein Kurs oder eine Schuklasse von rund 30 Jugendlichen dort zu sein, möglicherweise mit Austauschschülern, wie sich im Verlauf herausstellt. Ich lese, bis auch die im Stau stehende Freundin eintrifft. Wir verbringen einen schönen, entspannten Vormittag dort, der sicherlich noch ein bisschen mehr an Qualität gewann, als sie Schulklasse das Cafe verließ - einfach weil es doch sehr laut war. Mitten im Raum brennt den gesamten Vormittag der Kamin, es ist schön eingerichtet, die Atmosphäre und die Gespräche sind unkompliziert, angenehm und entspannt - trotz mancherlei Ernsthaftigkeit. Mittendrin bedürfen meine  Kinder ein wenig Unterstützung, weil wir lose verabredet sind, zur Klärung, wann wir uns wo treffen und wie sie dort hin gelangen. Ich stelle wieder einmal fest, dass der Grad der Selbständigkeit durchaus variabel ist, wobei die beiden insgesamt schon recht selbständig sind. Letzlich treffen wir uns am frühen Nachmittag am neu eröffneten Busbahnhof der Stadt; jahrelang gab es eine Großbaustelle im Hauptbahnhofsbereich, die nun endlich weitestgehend der Vergangenheit angehört. Ich fahre zum ersten Mal ins dortige Parkhaus und komme im Foyer des Hauptbahnhofes aus. Innen drin ist es irre kalt, gar kälter als draußen und ich sehne mich sehr nach einer Mütze. Als ich die Kinder treffe, kaufen wir zunächst eine Kleinigkeit zu Essen, um dann ein Geburtstagsgeschenk für die beste Freundin des großen Kindes zu besorgen und mit den Besorgungen der diesjährigen Twitterwichelgeschenkte zu beginnen. Lustigerweise findet K1, die sich viele genaue Ideen zurechtgelegt hatte, nahezu nichts, wärhrend K2 spontan und unvorbereitet Vieles für ihr Wichtelkind findet und kauft. Ein wenig blöd ist, dass ich neulich eine Stoffbestellung für ebendiesen Anlass aufgab, aber erst 2 Tage nach der Bestellung die veränderte Lieferzeit bemerkte: 12 - 14  Werktage. So werden unsere Wichtelkinder dieses Jahr wohl 2 Mal Post bekommen....
Von dort aus fahren wir zum Elternsprechtag in die Schule der Kinder. Der erste Termin ist fürs kleine Kind, wo wir mehr soziale Dinge bereden, schulisch ist alles im grünen Bereich, aber es war mir ein Bedürfnis, zurück zu melden, wie sich die Anfangszeit auf der hohen Schule  gestaltet hatte. Ein klein wenig befremdlich fand ich, dass das Erscheinen der Schüler nahezu mit eingefordert wird, wobei sich mir dann der Sinn des "Eltern"sprechtages nicht recht erschließt. Dinge, die die Lehrer mit den Kindern klären können, siedelte ich bisher im Schulalltag an. Mag sein, dass ich aber von der Einrichtung von Einzelgesprächen in unserer Grundschulklasse zwischen Schülern und Lehrerin vor den Elternsprechtagen, auch ein klein wenig verwöhnt bin. 
Anschließend bringe ich die Kinder heim, treffe HerrnNebeL und wir fahren nach Klärung des abendlichen Ablaufes der Kinder zu Hause ohne uns wieder in die Schule, um zwei Gespräche über das große Kind zu führen. Sie kommt aus logistischen Gründen nicht mit, weil uns im Anschluß ein weiterer Termin bevorsteht. Die Gespräche sind vollkommen in Ordnung, wir haben keinerlei Grund zur Sorge, trotz der Tatsache, dass wir zum ersten Mal zum Elternsprechtag gebeten wurden. 
Sehr großartig finde ich - im Gegensatz zu allen SchülerInnen der Klasse -, dass die Klassenlehrerin für jede Ferien verlangt, ein Buch zu lesen. Meistens stellt sie welche zur Auswahl, was in der Regel Bücher sind, die das Kind neimals von selber lesen würde.Am Ende aber ist sie bisher immer recht zufrieden, oder gar begeistert über das jeweilige Buch gewesen. Das große Kind liest sehr viel, ich würde gar behaupten, dass sie bereits mehr gelesen hat in ihrem Leben als ich - und das obwohl ich sehr gerne lese. Um so toller finde ich, wenn auch mal Input bezüglich der Themenwahl von außen kommt und sie Literatur entdeckt, die sie ansonsten nicht beachtet hätte. Dennoch weiß ich, sie wird klagen, dass sie "schon wieder" ein Buch in der Weihnachtszeit wird lesen müssen. Ich verstehe das nicht recht, da sie in den 2 Wochen Ferien sowieso mindestens 2000 Seiten freiwillig lesen wird, so wie ich sie kenne. Als käme es da auf ein paar mer oder weniger an...
Aus der Schule geht  es ab zum Elternabend bezüglich des neuen Sportes der Mädchen. Am letzten Wochenende nahmen sie an einer Cheerleading Meisterschaft teil, an der weitere 130 Mannschaften zugegen waren. Das war ein ziemliches Event. Ihr Team hat das wunderbar gemacht und - auch aufgrund einer glücklichen Fügng - eine Einladung zu einem Summit in Florida nächstes Jahr im Mai bekommen, zu der rund 500 Cheerleading  Mannschaften erscheinen werden. Unter den Eltern tat sich deswegen in den letzten Tagen großer Enthusiasmus auf und der Elternabend diente der Entscheidungsfindung, ob das gewollt und zu stemmen ist.
Es dauerte ein Weilchen und trotz unserer anfänglichen Befürchtung, das wir mit unserer hohem Skepsis und der 99%ig klaren Absage von unserer Seite allein auf weiter Flur stünden, einigte man sich am Ende fast konsensuell darauf, dass das Ganze realitätsfern und vor allem ein paar Nummern zu groß einzuschätzen ist. Um kurz vor acht erinnerte ich die Kinder per Textnachricht kurz an die Bitte, um 20.00 Uhr im Bad und nachfolgend im Bett zu verschwinden. Anschließend hörten und lasen wir nichts weiter mehr. Um 21 Uhr brachten wir nach dem Ende des Elternabends die Trainerin und ihr Auto heim, weil diese angeschlagen war, und sich eine Migräne Attacke ankündigte. Kurzfristig entschieden wir, noch um die Ecke von daheim einzukehren und den recht stressigen Nachmittag und Abend in Ruhe ausklingen zu lassen. 


Es ist großartig, dass wir die Kinder zeitweilig so ganz allein zu Hause lassen können und wenig Sorge haben müssen. Es läuft, und das ist schon ein sehr großes Privileg, ab und an so ein wenig mehr Zeit und Ruhe für uns generieren zu können - auch wenn das heute Abend mit Pflichtterminen verbunden war. Große Kinder sind ganz oft ganz schön toll.
Daheim blogge ich, HerrNebeL geht zu Bett. Ich versuche noch, die Stiefel der Kinder zu bestücken - leider jedoch finde ich die Kleinigkeit, die es neben Bonbons und Schokolade für das große Kind geben sollte nicht und fürchte, dass ich da nun noch improvisieren muss, bevor ich auch schlafen gehen werde.

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Montag, 5. November 2018

WMDEDGT - November 2018

Frau Brüllen fragt wie jeden 5. eines Monats seit einigen Jahren "Was Machst Du Eigentlich Den Ganzen Tag?". Entstanden ist diese Idee von ihr nach einer ganzen Woche Tagebuchbloggen im Jahr 2013. Ich war damals bereits dabei und mache inzwischen wieder gerne mit. 

Der Tag startet mehr als bescheiden. An geschlafenen Stunden steht vorne eine 4, ich habe blödes Zeug geträumt und das Glas Wein, das ich nach dem gestrigen Blogpost trank, war offensichtlich schlecht. Ich ziehe mir die Decke über die Ohren und warte so lange als möglich, um jedweder schlechten Morgenstimmung der Mädchen aus dem Weg zu gehen, weil ich sicher bin, heute in keiner Form ruhig und entspannt reagieren zu können. Einmal mehr bin ich dankbar um die Morgenroutine des HerrnNebeL, der die Mädels so gut auf den Weg bringt, dass ich mich nur um mich selber kümmern muss. Der seit einiger Zeit an meinem Handgelenk wohnende Tracker knallt mir beim Aktualisieren an den Kopf, wie ich mich fühle: Der Schlaf war stressig, ausnahmslos alles orange. Ich dachte ja immer, man erhole sich wohl im Schlaf. Ich scheine anders zu sein, oder das Ding ist kaputt. Mindestens die Hälfte meines Schlafes ist immer von Stress bestimmt. Wunderlich. Immerhin kann ich mit der Anzeige der Waage heute morgen leben. Die Kinder sind aus dem Haus, ich mache mich fertig und fahre ebenfalls los. Zunächst neuen Kaffee kaufen und Schokolade, die wieder nur die Anderen essen werden. Ich bin völlig durch, auf der Fahrt holt mich wie so oft die Trauer um meine Väter ein. Sie packt mich hinterrücks lächelnd, weil ich in diesem Moment nicht weg kann. Ich sehne mich nach einer Pause, habe aber wieder einmal keine Ahnung, wie ich mir diese nehmen soll und mache, was ich immer mache - halt weiter. Auf dem Weg steigen an der liebsten Wegstelle einzelne Morgennebelfelder auf und ich verwerfe den kurzen Impuls, anzuhalten und einfach hindurch und los zu spazieren. 
Im Büro angekommen, merke ich, dass die extra besorgte Plastikbox, in der ich Kram verstauen möchte, eine  Nummer zu groß ist. Im Nachbarbüro höre ich die Kollegin schniefen und weiß, dass ich mir irgendwann ihre Befindlichkeit werde anhören müssen. Ich schließe Wetten mit mir selber ab, wann sie krank daheim bleibt. Meinen  inneren Unfairnessgefühlen gebe ich heute einen mit dem Holzhammer drüber, weil ich gar nciht darüber nachdenken will, dass ich es schlicht selber schuld bin, oder dass es halt mein eigenes Problem ist, dass ich mir eben keine Auszeit nehme, andere dies aber früher, anders, sorgsamer, was weiß ich tun. Heut geh ich diese Diskussion nicht mit mir ein. 
Ich freu mich über nette Worte auf twitter, denke kurz über meine momentan vorherrschende DauerNotfallSituation nach und lass die Notfallpillen trotzdem in der Tasche, um mir nicht noch ein weiteres Problem zu angeln. Umsichtiger Umgang macht Sinn. Der Vormittag ist hart. Ich stehe einerseits unter Dauerstrom, der Körper kommt andererseits irgendwie nicht mit. Im engen Patientenkontakt finde ich ein wenig Ruhe, weil ich mich einlassen kann auf mein Gegenüber. Ich schüttele manchmal elber den Kopf über mich, wie ich auch in solchen eignenen Hochbelastungssituationen ruhig, geduldig und empathisch mit meinem Patienten umgehen kann und es zugleich so oft schaffe, ihnen genau den Rahmen und Raum zu geben den ich mir selber nicht zu schaffen in der Lage bin. Die Pause mit den Kolleginnen schenke ich mir und trinke nur einen Kaffee in meinem Büro. Nachmittags folgt eine Besprechung, die wiederum Stresspotential mit sich bringt. Ich werde irgendwann vedammt deutlich in bezug auf meines Erachtens nach stattgehabte Versäumnisse. Sachlich, diplomatisch aber ordentlich deutlich. Nach der Besprechung kläre ich die Beweggründe dazu noch kurz mit der Oberärztin, weil der ein oder andere dadurch in keinem guten Licht rumstand. Ist mir egal, ich habe beschlossen, genau so weiter zu machen, weil ich keine Lust habe, alles einfach so hin zu nehmen und nur im Stillen zu schimpfen, wie der eine Teil der Kollegen, oder auf Konfrontationskurs, der auch unter die Gürtellinie  geht, zu gehen, wie der andere Teil der Kollegen. Mir ist nach klarer, fairer Kommunikation, Kompromisskursen und gutem Klima und so verhalte ich mich auch.
Eine weitere Patientin betreue ich noch, bevor ich nach Dokumentationen um etwa 16 Uhr heim fahre. Die Kinder sind noch nicht aus der Schule zurück. Meine Mutter ist zu Hause und bittet um Hilfe. Oft sind ihre Hilfsanfragen so unglaublich banal und gleichzeitig oder gerade deswegen schockierend, dass ich sie gar nicht wiedergeben kann. Ich helfe, keine Frage, aber stehe innerlich manchmal so ratlos da, was ich damit und mit dem Wissen, in was für Dingen sie Unterstützung braucht, machen soll. 
Ich packe anschließend ein Paket aus, in dem eine Menge Pullover für die Schwester zum Geburtstag sind (und eines für mich in fröhlichem grauschwarz :-)). Die Kinder kommen heim, wir bereden kurz ein paar Kleinigkeiten, bevor ich los fahre zum Chor in der Schule der beiden. Er besteht aus einem vokalpraktischen Kurs der Q1 sowie einigen Eltern und wenigen Schülern anderer Stufen. Die Probe ansich ist gut, ich mag die Lieder und manches, was letzte Wcohe noch gar fürchterlich war, klappte plötzlich. Anstrengend sind jedoch 2 Schülerinnengruppen, die sich niemals nicht daran halten können, nicht miteinander zu reden, während die anderen Stimmen proben. Leider findet danach noch ein Elternstammtisch der 9. Klasse statt - und eine der Elternvertreterinnen ist mit im Chor, sodass mir das Drücken darum nicht gelingt. Wir treffen uns in der Kneipe an der Ecke der Straße, quatschen ein wenig über Klassenangelegenheiten. Ich merke, wie wenig ich im Thema bin und wie selbständig das große Kind alles erledigt. Einmal mehr bemerke ich unsere an vielerlei Stelle doch recht strenge Einstellung (kaum social media Apps für die Kinder, keine Fortnite oder andere Baller Spiele, wenig TV, Reglementiereung der Handy Nutzung, kein Handy im Kinderzimmer, das Aufstellen von und Halten an Regeln...). Es ist immer wieder spannend, wie anders manche andere das sehen und agieren. 
Mir schwirrt der Kopf nach den 1 1/2 Stunden, weil die Geräuschkulisse zu hoch ist, die Gespräche zuviel, das Reden zu schnell. Mitten drin erreicht mich die Nachricht, dass HerrNebeL noch arbeitet und ich kläre kurz mit den Kindern, dass und wie sie das Abendprozedere inklusive Abendessen und Schulkram vorbereiten, erledigen sollen. Gegen zehn bin ich daheim, tausche mich kurz mit dem heimgekommenen Gatten aus. Die Kinder sind beide bereits im Bett, die eine schlafend, die andere auf dem Weg dorthin. 
Ich tagebuchblogge mit einer Kanne Kräutertee und versuche nun, ein klein wenig runter zu kommen. Vielleicht in der Wanne, vielleicht mit dem derzeitigen Hörbuch. Darüber hinaus hoffe ich auf eine bessere Nacht und einen entspannteren morgigen Tag. Letzlich erfüllt sich diese Hoffnung momentan sehr selten, sodass ich eigentlich mit einer innerlich sehr hohen pessimistischen Grundstimmung sowohl in die Nächte als auch die Tage gehe. Mir scheint, das ist insgesamt keine gute Idee - leider gelingt das aus Gründen gerade kaum anders.
Vielleicht nächten Monat wieder.
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Gut siehst du aus

... oder wie mich drölfzig sicherlich lieb und ehrlich gemeinte Kommentare aus der Bahn werfen.

Der Mann der Besten wurde heute 60 und die Beste organisierte einen kleinen Überraschungs-Umtrunk mit schätzungsweise 30 Gästen. Die Beste und ihren Mann kenne ich, seit ich 16 bin sehr eng, nehme seit Jahren an Familienfeiern teil, ihre Kinder sind meine Patenkinder im Herzen, wenn auch schon beide weit über 20 Jahre alt sind. Demnach kenne ich auch viele der Gäste. Meist aber aber sieht man sich selten; an Feierlichkeiten, an Sport Events, die durchaus seltener geworden sind - zumindest in unserer Altersklasse. 
Am späten Nachmittag machten wir uns nach einem wieder mal aufreibenden Vormittag auf dem Weg dorthin - es gab daheim zwar wenig wirklich zu tun, aber da sind stets Dinge, die mich umtriebig machen, die es zu erledigen gilt und die selten ohne Übellaunigkeit enden.
Ich zog ein neueres Kleid an, freute mich, dass es noch passt, weil hier seit Monaten die Kilos schwinden, somit  manches einfach nicht mehr passt oder aussieht wie ein Kartoffelsack, dem der Gürtel fehlt.
Fünf Mal hörte ich den Kommentar: "gut siehst du aus". Schön, ja wie schön eigentlich.
Aber es haut mich um, macht mich traurig und nachdenklich. Ich mag gut, schön aussehen, weil mein Körper eine ansehnliche Silhouette  hat. Konturen mit Kanten, wo es zuvor jahrelang nur Kurven gab. Nicht, weil ich es selbst so gewählt hätte, sondern weil Medikamente und Hormone meinem Körper zusetzten. Ich habe zu viel gewogen, hatte Bauch, war übergewichtig, wenngleich auch viele sagten: "du bist doch nicht dick". Nein und doch. Ich war viel. Nicht immer. Aber zumindest jahrelang.
Heute bin ich deutlich deutlich weniger, weil ich hineinrutschte in eine mir all zu bekannte Sucht. 
Seit ich in der Pubertät war, stand ich auf Kriegsfuß mit meinem Körper, kanalisierte mein verwundetes Seelenleben in die Körperlichkeit. Bis ich schwanger wurde, war ich gefangen in bulimischer Anorexie, mal mehr, mal weniger. Inklusive monatelangem Klinikaufenthalt. Niemals war ich mir wenig genug, niemals hatte ich ein ausgewogenes, realistisches, gar gesundes Verhältnis zu meinem Körper. Als ich schwanger wurde(wovon ich niemals glaubte, dass mein Körper das nach Jahren der Sucht je schaffen würde), konnte ich all das hinten an stellen. Es galt, für mein Kind zu sorgen und ich konnte ein "normales", ein weitestgehend gesundes Essverhalten zulassen. Es war nach der Geburt nie so richtig perfekt. Mein Selbstbild immerzu zu dick, ganz gleich, ob es 65 oder 80 Kilo waren. Aber ich konnte damit leben, konnte es hinnehmen, ich akzeptierte. Es folgten immer wieder Zeiten mit Gewichtszunahmen aufgrund notwendiger Psychopharmaka. Manche vertrug ich besser, andere eben nicht. Seit einiger Zeit nehme ich nur Notfallmedikationen. Auch hier mal mehr und mal weniger, aber Auswirkungen auf meine Körpermasse hat diese keine.
Seit rund einem Jahr esse ich wenig. Oft sehr wenig. Es schlich sich ein, ich verlor aufgrund viel zu vieler äußeer Anforderungen und Umstände den Appettit - wie so mancher es eben tut. Ist das Leben stressig, traurig, schwierig, anstrengend, reagiert jeder anders. Essen macht mir dann keine Freude mehr. Obwohl ich ein Genuß-Mensch bin. Wie sehr ich gutes Essen doch eigentlich mag! Aber seit dem Tod des Stief-Vaters war es mir gleichgültig, seit Beginn der Erbstreitigkeiten erst recht. Zudem nahmen die Belastungen daheim permanent zu. Wie es dann so ist: das Essen fällt irgendwie hinten rüber. Es dauerte nicht lange und es wandelte sich: es war eben nicht mehr nur ein Appetenzverlust, sondern wurde zur Essensverweigerung. Ich aß nur, wenn ich gesehen wurde, aß nur, um nicht aufzufallen. Jedes bisschen Nahrung in mir war zuviel, fühlte sich an wie ein Stein in mir. Ganz manchmal ertrug ich eine Mahlzeit, die objektiv betrachtet zumeist nicht mal eine wahre Mahlzeit war, nicht in mir und ich erbrach sie. Nicht oft, aber es kam eben vor. Die Waage wurde mir Freund und Feind, der Tag definiert durch einen Gewichtsverlust oder eine Zunahme. Ich verlor weit mehr als ein Viertel meines Gewichtes. Ich bin heute (wieder) schlank. 2-3 Kleidergrößen Unterschied zu letzten Herbst. Ich halte mich fest en meinen Knochen, die Hüftknochen stehen heraus, man sieht die Schlüsselbeine. Oftmals habe ich eben diese in der Hand, streiche darüber, spüre ihre so wunderbare Härte. 
Da sind Menschen, die sich sorgen. Menschen, die meine Geschichte kennen. Ich belüge die, die mir nahe stehen in der Regel nicht mehr. Zur Not lasse ich sie gar kontrollieren, wie mein Gewicht ist, wenn sie mir nicht glauben mögen, was die Zahl auf der Waage sagt. Ich gehe offensiv zum Hausarzt und kläre Blutwerte, lasse Mangelernährungszustände checken. Loslassen kann ich aber nicht. Ich bin im unteren Mittel des Normalgewichtes, aber ich bin mir zu viel. Ich schwanke zwischen dem objektiven Wissen, der objektiven Betrachtung und kann dennoch mein Empfinden von Körperschema nicht positiv beeinflussen. Ich bin mir zuviel. Und ich weiß, dass mein Vorsatz, mir nicht mehr zuviel zu sein, wenn ich Gewicht xy erreicht habe, keinen Bestand haben wird. Auch dann werde ich mir zuviel sein. Ich bin gefangen in der Sucht, auch und obwohl ich so vieles weiß, so vieles durchschaue. Ich halte fest an ihr und ich halte mich an ihr fest. Ich sehe momentan keine Auswege, kann momentan keine Hilfen annehmen. Wobei ich reden kann. Thematisieren kann. Wobei ich nicht verleugne. Zumindest einem ausgewählten Personenkreis gegenüber. Das ist weit mehr als früher. Ich erkenne, habe früh erkannt. Dagegen wirken konnte ich dennoch nicht.  
Sie ist nur eines von vielen Übeln, diese Sucht. Oder ein Resultet viel zu vieler Anforderungen, viel zu vieler Entgleisungen im Außen, die ich nicht beeinflussen kann, sondern tragen und obendrein managen muss. Aber sie zehrt selbstredend. Ich gewinne - anscheinend zumindest - Kraft durch Kontrolle, Kraft durch Erfolg im Gewichtsverlust. De facto aber verliere ich an körperlicher Substanz. Das Leben ist anstrengend, alles was mich umgibt fordert. Sehr. Oft permanent. Ich setze durch die Sucht noch einen oben drauf.
Da sind Massen an ambivalenten Gefühlen. Gefühle, die die Sucht mir eintrichtert, Gefühle, die die objektive Betrachtungseise mit sich bringt. Und viele Gefühle, die die Reaktionen von außen in mir auslösen.
Allem voran: das Ding mit dem Essen oder Nicht Essen ist meins. Mir wäre es lieb, wenn das einfach keiner sieht oder mitbekommt. Weder was und wieviel ich esse, noch wie mein Körper sich verändert. Auch wenn ich (noch ein bisschen) fern bin vom Untergewicht: knapp 30 Kilo Gewichtsverlust seit letzten Sommer lassen sich nicht verbergen. Nicht die veränderten Körperformen, nicht das spitze Gesicht, nicht die eingefallenen Wangen.  Auch wenn ich alles gern verbergen würde. Ich möchte gar nicht, dass jemand auf die Idee kommt, Rückschlüsse zu ziehen.
 Andererseits aber bin ich schockiert.
"Gut siehst du aus". Wer sagt das - und wann? Ich kann mich kaum erinnern, häufig Kommentare zu meinem Aussehen bekommen zu haben wenn ich mit 80 Kilo ein Kleid trug. Ein schönes Kleid.  Ich bekomme so oft Kommentare momentan, wie gut und toll ich aussähe. Welche Größe ich jetzt wohl trüge. Und und und.
Warum? Diese Gesellschaft scheint sich nur zu definieren über Super Maße, oftmals sogar wohl die Frau in dieser Gesellschaft scheint all zu oft darüber definiert zu sein. Ist denn die Frau über der "Norm" nicht schön? Bin ich denn wertvoller, wenn ich Kleidung in 36 oder 38 tragen kann, als wenn ich zur 44 greifen muß? Es ist so grenzüberschreitend, eben dies gefragt zu werden. Was geht denn beispielsweise die Schwägerin der Besten meine Kleidergröße an? Natürlich kann und muss ich da meine Grenzen stecken. Es schockiert mich aber so unglaublich, wie sehr Anerkennung verbunden zu sein scheint mit dem Körper; zudem, wie sehr ein Körper schlanken Erscheinungsbildes suggeriert, dass eben alles gut ist.
Nichts ist gut und eigentlich liegt mir ja auch fen, das in aller Öffentlichkeit zu diskutieren.Ich weiß doch, dass die Menschen, die mir ferner sind und die so etwas sagen, ein Kompliment intendieren. Natürlich fühlt es sich gut an, gespiegelt zu bekommen, "gut" aus zu sehen. Ich kann das durchaus heute auch so hinnehmen und glauben, was ich füher niemals tat. Deckungsgleich mit meiner eigenen Empfindung ist das trotzdem nicht. Ich bin mir  zu viel. Deutlich zu viel. Darum gehts es mir gerade aber nicht, sondern darum, dass ich so fassunglos bin, wie sehr Klischees verankert sind, wie sehr das Außen Ton angebend ist für das  Innen eines Menschen.  Wie viel wertvoller "Schlank sein" zu sein scheint, als es eben nicht zu sein.
Mein Innen, meine Geschichte binde ich nicht jedem auf die Nase, keineswegs. Trotz gewonnener Offenheit in all den Jahren mit Erkrankung bin ich weiterhin gern im Team "Klappe halten". Ich kann allerdings ehrliche Nachfragen ab,  verstecke meine Geschichte ansich nicht. Jeder darf immer fragen, und beonders Menschen, die mir nahe stehene, bekommen ehrliche Antworten und ich scheue auch nicht das Gespräch. Aber ich falle auch nirgends mit der Tür ins Haus.
Es ist komplex, es wundert mich einfach sehr, wie es eben so ist. Sicherlich triggert das auch etwas in mir an, wenn eben vielleicht zufällig gehäuft ernst gemeinte Komplimente kommen, die ohne Hintergedanken sind. Aber weiter darüber nachgedacht, bestürzt mich eben das Bild, was in der Gesellschaft vorzuherrschen scheint. Möglicherweise bin ich empfindlich momentan, weil das Leben gerade in seiner Gänze ier kein Einfaches ist und eine bestehende Auswegslosigkeit uns alle ein klein wenig oder ein klein wenig mehr lähmt.
Vielleicht versuche ich einfach das "du siehst gut aus" in mich hinein zu nehmen und es für gut zu nehmen, als die Abwesenheit der Kommentare bei 25 Kilos plus. Manchmal ist es wohl besser, sich das tollste Stück Kuchen abzuschneiden und den Anderen die matschigen Reste zu überlassen. Ich verscuh das mal - sonst wird der Start in die neue Woche wohl eher bescheiden...

Freitag, 5. Oktober 2018

WMDEDGT Oktober 2018

Frau Brüllen fragt wie jeden 5. eines Monats seit einigen Jahren "Was Machst Du Eigentlich Den Ganzen Tag?". Entstanden ist diese Idee von ihr nach einer ganzen Woche Tagebuchbloggen im Jahr 2013. Ich war damals bereits dabei und mache inzwischen wieder gerne mit. 

Nach ein paar Tagen ohne Arbeit verlasse ich heute das Haus wieder um kurz nach sieben. Glücklicherweise hatte ich mir vorgenommen, heute nicht an der um 07.15 Uhr beginnenden Morgenmeditation, die ein Kollege seit einigen Wochen an meinem Arbeitsplatz anbietet, teilzunehmen - denn um 06.45 erreicht mich die Nachricht, dass diese heute ausfiele. Ansonsten wäre ich wohl schon unterwegs gewesen. 
Ich komme dennoch recht früh im Büro an und stelle fest, dass es noch ganz schön dunkel ist im Gegensatz zur letzten Septemberwoche. Mir scheint, die Zeit ist gekommen, den farbwechselnden Plastiktannenbaum - der gar nicht wirklich nach Weihnachten aussieht und der vom Gruselwichteln vor einigen Jahren stammt - einzuschalten. Um kurz vor acht kommt die liebe Kollegin rein und freut sich gleich über den leuchtenden Kitschbaum.
Wir tauschen ein paar Neuigkeiten aus; anschließend verräume ich die Arbeitswäsche von insgesamt 6 Kolleginnen und bereite mich weiter auf meine Patienten vor.
Um halb neun koche ich mir einen Kaffee und gehe auf die Station, drucke Stationslisten und Tagespläne. Um viertel vor neun beginnt die Frühbesprechung mit Pflege, Arzt und den therapeutischen Kollegen. Hier schüttele ich innerlich wieder einmal den Kopf über respektlose Äußerungen, lasse es aber für heute gut sein, dies auch anzumerken. Ich bin es zu müde. Ab neun Uhr versorge ich 7 Patienten planmäßig und eine noch dazu, deren Mittagessen ich begleite. Ein wenig resigniert erkläre ich auf Nachfrage einer Kollegin aus der Pflege, warum ich bezüglich der Nahrungsaufnahme bei dieser Patientin so entscheide, wie ich eben entscheide. Es ist völlig okay, wenn Kollegen nachfragen, ermüdend aber ist, dass so unglaublich viele Mitarbeiter keinerlei Ahnung von Schluckstörungen und dem Umgang damit haben und zudem nicht richtig eingearbeitet werden, sodass sie die Abläufe nicht kennen und auch die Stellen nicht finden, an denen sie nachlesen müssen.  Fakt ist, dass wir Sprachtherapeuten eine Diagnostik machen und entscheiden, welche Kostform ein Patient zu sich nehmen darf, oder ob derjenige künstlich ernährt werden muss. Und es ist zehrend, wenn Kollegen auch nach Jahren Berufserfahrung in dem Bereich noch die entsprechende Kostform und angedickte Getränke mit Mißfallen kommentieren und es den Betroffenen noch schwerer machen, Uns Therapeuten hinterherrennen, dass Patient xyz aber lieber Brötchen möchte statt Breikost (das weiß ich. Das ist uns allen völlig bewußt. Die Kolleginnen aber scheinen zu glauben, dass unsere Entscheidungen nur dazu dienene, die Patienten zu ärgern)....
Es bleibt mir trotzdem noch Zeit für einen schnellen Kaffee mit 2 Kolleginnen in der Pause. Freitags ist es derzeit ruhig im Teamraum, was mir sehr entgegen kommt. Am Nachmittag habe ich noch drei Patienten in der Therapie, bevor ich dokumentiere und ein wenig aufräume. Kurz vor meinem Arbeitsende findet in meinem Büro - weil es das größte ist - eine Gruppe statt, die meine liebe Kollegin leitet. Heute ist diese Zeit angefüllt mit großer Situationskomik, und es fällt mir wirklich schwer, nicht lachend vom Stuhl zu kippen - ich dokumentiere zeitgleich weiter an meinem Rechner und bekomme so die erste Viertelstunde der Gruppe mit.
Völlig ungewöhnlich für einen durchschnittlichen Arbeitstag bin ich pünktlich zum Ende meiner Arbeitszeit umgezogen, mit allem fertig und gehe tatsächlich zeitig heim.
Es ist wunderschönes, sonniges Wetter, leider in der Sonne schon wieder viel zu warm für die morgendlich angezogene Kleidung. Egal. Auf dem Weg halte ich bei einer Drogerie und kaufe Adventskalender für die beiden Kinder - in diesem Jahr ist weniger Aufwand mehr und ich werde keine Säckchen befüllen. Zum ersten Mal seit vielen,vielen Jahren. Ein bißchen mit Wehmut, ein bißchen mit Erleichterung, dass nun schon alles besorgt ist und ein bißchen mit Freude über den Ressourcengewinn für mich.
Daheim treffe ich kurz HerrnNebeL, der auf dem Weg aufs Rad und in den Wald ist. Ich koche Kaffee und tippe ein wenig. Das große Kind ist mit der Freundin und Beinahe-Nachbarin zum Modern Dance Training gefahren. Ich fahre mit dem kleinen Mädchen irgendwann später los, hole erst das große Kind ab und anschließend eine Freundin vom kleineren Mädchen. Alle drei bringe ich um 18.15 Uhr zum Cheerleading - Training.

Von dort aus fahre ich an den Stadtrand, in den Friedwald, in dem mein Vater vor zwei Wochen bestattet wurde. Es ist eben so schönes Wetter wie an diesem Tag. Von der Lichtung mit dem Kreuz gehe ich ein Stück hinein in den Wald, zu "seinem" Baum, setze mich dort hin, lehne mich an seinen Stamm, sehe der Abendsonne beim  noch leisen Druchdringen des Waldes zu,  lausche dem Wind und höre und sehe hier und da die Bucheckern fallen.





Innehalten. Nicht begreifen. Durchatmen, um nicht von der Erschöpfung, die die Ereignisse der letzten Monate, Jahre, mit sich brachten, hinterrücks überrannt zu werden. Ich kann nicht lange bleiben, sodass es leichter fällt, im Jetzt und Hier zu verweilen.

Ich fahre heim, gehe noch kurz in die Wohnung, um mich dann zu Fuß auf den Weg zu machen ins Road Stop, etwa 1,5 km von zu Hause entfernt. Dort treffe ich einen Teil meiner alten Hockeykolleginnen, darunter 2 meiner engsten Freundinnen zum allmonatlichen Stammtisch. Vermutlich werde ich dort das ein oder andere Bierchen oder einen kleinen Cocktail trinken, ganz sicher auch einen Kaffee. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit komme ich vor Mitternacht heim, da ich morgen arbeiten muss. Vielleicht kämpfe ich die dortige Arena noch gelb und lasse ein starkes Pokemon da. Und wer ein GEschgenk von WildWildWest bekommt, das habe ich genau dort aufgesammelt :-).

Weitere Tagebuchbloggerei findet sich wie immer hier, bei FrauBrüllen.

Montag, 6. August 2018

WMDEDGT August 2018

Frau Brüllen fragt wie jeden 5. eines Monats seit einigen Jahren "Was Machst Du Eigentlich Den Ganzen Tag?". Entstanden ist diese Idee von ihr nach einer ganzen Woche Tagebuchbloggen. Ich war damals bereits dabei und mache inzwischen wieder gerne mit.

Ich wachte auf und war zunächst ein wenig verwirrt – es war bereits hell und ich liege im Urlaubsbett des kleineren großen Kindes. Gestern abend gegen 22 oder 23 Uhr habe ich mich zu ihr gelegt. Und bin dann offensichtlich fest eingeschlafen, denn ich wachte gefühlt in derselben Position auf, in der ich mich abgelegt hatte. Ich stand auf und bemerkte, dass es 5.45 Uhr war. Ich suchte kurz nach dem Lichtschalter in der Küche – HerrNebeL hatte das Licht angelassen, denn hier auf der Insel ist es ein paar Stunden stockfinster. Ein Licht in der Nacht im Haus hat sich bewährt bei wandernden Menschen in der Nacht. Um sechs legte ich mich noch eine Weile hin, schlief aber kaum mehr. Das kleine große Mädchen kam ein halbes Stündchen später zu mir ins Bett, die Sonne kitzelte an der Nase und mein Rücken begann, weh zu tun – das Bett ist doch deutlich weicher als daheim. Gegen acht standen das Mädchen und ich auf. Ich kochte Kaffee und setze mich auf die Terrasse. Gegen halb zehn kam das andere Kind. Irgendwann frühstückten wir das absolute Ferienfrühstück: dänischen Joghurt mit Cornflakes. In diesen ersten Stunden versuchte ich, irgendwie den Gedankenströmen Herr zu werden, die mich derzeit insgesamt von hinten überrennen. Da ist so unglaublich vieles in mir, dem ich bisher versucht habe wenig Raum zu geben, weil deren Durchdenken wenig ändern würde. Die hier herrschende Ruhe und fehlende Struktur öffnet Räume. Ich beschloss, mich erst mal treiben zu lassen, anstatt wieder in Aktivität zu fliehen. Irgendwann muss Ruhe rein, irgendwie muss ich sie wieder in mich lassen. HerrNebeL bemerkte schon mehrfach, dass er angesichts meines steten Aktionismusses und der grade fehlenden Fähigkeit, Ruhe zu „ertragen“, inzwischen Sorge hat, dass ich einfach zusammenklappe. Urlaubschallenge angenommen: Anfreunden mit Ruhe. Wenn nicht hier, wo dann?
HerrNebeL kam erst gegen den frühen Mittag aus dem Bett. Die Nacht vom 3. auf den 4. sind wir beide - ausser klitzekleinen Nickerchen auf dem Beifahrersitz – durchgefahren in den Norden, weil wir uns nicht vorstellen konnten, bei den Temperaturen 10-12 Stunden auf der Autobahn zu stehen. Dementsprechend waren wir recht kaputt.
Es dauerte ein Weichen, bis wir einig waren, wie der Tag ablaufen sollte. Letzlich einigten wir uns, zuerst an unseren absoluten Lieblingsort auf der Insel zu radeln – die Hafenmole an der Ostseite und den Schiffen beim Ein- und Auslaufen zuzusehen. All das mit einer Fischfrikadelle vom hiesigen Fischmann. Es liefen allerdings keine Boote aus und nur ein einziger Segler lief ein – und der hatte dank arger Windstärke ziemliche Probleme und wurde mächtig durchgeschüttelt. Trotz Sonne war der Wind ordentich kalt und nach einem halben Stündchen mussten wir den Standort wechseln: auf zum Spielplatz am Yachthafen. Der Unmut beim kleineren Kind war sehr groß, als das altbekannte Trampolin von weitem bereits nicht zu sehen war. Nach genauerem Hinschauen zeigte sich jedoch, dass es zwei neue gab, die in den Boden eingelassen waren. Die Mädels waren also beschäftigt, der Gatte streunte im Hafen und auf der Mole herum und ich streunte herum auf der Suche nach Pokestops. Gegegn halb sechs kauften wir schnell noch ein fürs Abendessen: Seelachs in Basilikumsahne mit Cousous und Blumenkohl. Der Rückweg wurde, dank wirklich aufgefrischtem Westwind seit der Hinfahrt ziemlich anstrengend. Aber weder das kleinere Kind, das mit HerrnNebeL vorgefahren war, noch das große schimpften, sondern kämpften sich tapfer zurück. Leider scheint das große Kind dermaßen gewachsen zu sein, dass der Fahrradrahmen etwas zu klein geworden zu sein scheint. Ich hoffe, dass wir da erst mal noch etwas gewinnen können mit einem längeren Lenkervorbau.  Ich glaube warlich, das Essen auf ihrer Girechenland Reise enthiel Wachstumshormaone oder so... We´ll see.
Daheim angekommen, fiel mir auf, dass ich meinen Kindle und meine Brille im Etui beim Købmand liegenlassen hatte, weil ich sie oben auf die Einkäufe legen wollte. Stattdessen lagen sie da noch an der Kasse herum... Also fuhr ich nochmals zurück, dank Wind und fortgeschrittener Stunde, mit dem Auto. Als ich alles eingesammelt hatte, wurden schnell noch zwei Arenen gelb gekämpft und dann ging es ab ins Ferienhaus zurück. Dort bemerkten wir dann, dass unser Asupuff scheinbar nicht nur ein Loch hat, wie wir seit der Hälfte des Weges hier hoch vermuteten, sondern, dass das Auspuffrohr vor dem Endtopf quasi abgerostet ist. Da wir aber eh den Besuch bei der Werkstatt für Montag geplant hatten, war das erst mal halb so schlimm.
Ich kochte das Abendessen – und stellte fest, dass der Fisch doch wohl zu viel für uns vier sein würde. So riefen wir spontan die Familienmitglieder an, die ein Kilometerchen entfernt wohnen, ob jemand mitessen möchte. Die liebe Schwägerin kam spontan vorbei geradelt und unterstütze uns tatkräftig. Zudem war es bei einem Gläschen Wein dazu nett und entspannt. Nach dem Essen radelten wir den Kilometer zum Strand, um den Sonnenuntergang zu schauen – allerdings verschwand die Sonne deutlich früher hinter einer Wolkenbank.
Zurück im Ferienhaus gabs einen Gin Absacker bei zwei Runden Rummicub. Gegen 23 Uhr waren zumindest wir Großen schon wieder völlig durch und erschöpft – zu wenig Schlaf zuvor und zuviel frische Luft... Noch vor der Tageswende lagen dann alle im Bett, dieses Mal aber jeder in seinem ;-)

Mehr Tagebuchbloggerei findet ihr hier.


Montag, 2. Juli 2018

Im Juli...

  • wird das kleine Kindelein seine neue Klasse auf der hohen Schule kennenlernen
  •  feiern wir den 9. Geburtstag eben diesen Kindes
  •  verkaufen wir das letzte Kinderfahrrad im Hause, weil K2 nun auch ein 27,5 Zoll Mountainbike bekommt (auch K2 ist eher groß...)
  • veranstaltet die 8. Klasse vom großen Kind ein zwangloses Jahresabschlusstreffen auf dem Schulhof - Tradition seit der 5. Klasse
  • fahre ich zumindest zeitweilig auf ein Hockey-Spass-Turnier für inaktive Damen ab 30 (30!, ha!)
  •  feiern wir den Abschied von der jetzigen, altersgemischten Klasse des kleinen Kindes
  • bekommt HerrNebeL hoffentlich jobtechnisch positive Nachrichten
  •  wenn ja, werden wir Entscheidungen treffen müssen
  • wird die beste Freundin der kleineren Tochter nach Bayern ziehen
  •  nehmen die Kinder - vermutlich zum letzten Mal - an einer großen Tanzvorstellung der Tanz und Ballettschule teil (der neue Sport ist dann Cheerleading...) 
  • bekommen die Kinder Zeugnisse und dann 6 1/2 Wochen Ferien
  • jährt sich der Todestages des Vaters zum ersten Mal
  • wird das große Kind zum ersten mal in ihrem Leben fliegen. Und das ohne uns... (sie reist mit der Familie ihrer Freundin nach Kos) 
  • steht wahrscheinlich ein Notarbesuch an
  • werden wir das große Kind hoffentlich wohlbehalten, vollgetankt mit Sonne und tollen Erlebnissen wieder in Empfang nehmen
  • startet für uns Große ein ruhigerer Alltag - entspannteres Aufstehen, keine festen Termine, zu denen wir die Kinder bringen müssen
  • beginnen wir langsam mit den Vorbereitungen für den Jahresurlaub auf der Lieblingsinsel

.... scheint´s insgesamt recht entspannt zu werden, denn die Termine liegen alle bereits in der ersten Monatswoche. Das klingt ziemlich gut, da können wir uns schon mal auf den dringend nötigen Urlaub eingrooven. Auch wenn ich ein klein wenig in Sorge bin, da meine Schwester zeitgleich im Urlaub und die Mutter somit allein sein wird. Ich fürchte, das haben wir  ziemlich blöd (oder eben gar nicht) geplant - ist nun aber auch nicht mehr zu ändern.