Freitag, 14. März 2008

Pünktlich

Nicht, dass ich es mir nicht hätte denken können. Nicht, dass ich es nicht erwartet hätte. Aber gehofft wenn ichs schlichtweg ignoriere, absolut nicht dran denke, es gar vergesse, würde es mich diesmal nicht ereilen.
Pustekuchen.
Ich bin einfach scheisse arbeitgeberfreundlich.
Es schmerzt im Hals, das zarte, mit Steckerchen gezierte Näschen ist gar leidend und ziemlich geschlossen; dass ich Ohren habe, merke ich definitv lieber nur durch Hören denn durch Ohrenweh. Die Lymphknoten unter dem Kiefer knubbeln herum, das Köpfchen ist matschig und ein wenig schmerziglich.
Willkommen, ach du mein Urlaub.

Schlimmer?

Ich weiss nicht was schlimmer ist.
Das derzeit trotzdende tretende kreischene schreiende hysterische Kindelein selber bettfertig zu machen, dabei ruhig und gelassen zu bleiben, immer wieder an eigenene Grenzen zu stossen.
Oder zu hören, wie der Liebste es tut.
Beides richtig scheisse.
Beides zum Heulen.
Diese Hilflosigkeit, dass es uns derzeit nicht gelingt, sie da raus zu holen. Ein beständiges Stossen an unsere eigenen Grenzen. Ein uns immer mal wieder eingestehn müssen, dass wir wieder an irgendwelchen Stellen irgendwas falsch gemacht haben. Es schlaucht so, dass es schwer ist, eine Linie zu finden.
Ich hoffe, sie geht bald vorbei, diese Phase.

Donnerstag, 13. März 2008

Wann hört es auf dieses heftige Geheule und Getobe, aus dem sie kaum rauskommt, das kaum hab ich sie herasugelockt beginnt es 10 sekunden bis 1 Minute später erneut

Mittwoch, 12. März 2008

Irritationen des Kleinkindalltags

Wenn zwei Cousinen gleichen Alters daheim eine Riesen Welle machen, weil sie auf gar keinen Fall und unter keinen Umständen schwimmen gehen möchten und dieselben Mädchen kaum 30 Minuten später einen heftigen Heul und Knötteranfall bekommen, weil man dem Schwimmlehrer die Badehose geklaut hat, selbiger auf dem Weg ist eine neue zu kaufen und somit keine Schwimmstunde möglich ist, dann guckt man schonmal etwas irritiert aus der Wäsche.

Es denkt mich

Es gibt Zeiten, da denkt es mich.
Es fliessen - mal bei einem Thema bleibend, mal frei flottierend - Gedanken durch meinen Kopf, ohne dass ich das Gefühl habe, dass ich es bin, die diese Gedanken steuert. Da stehe ich seltsam entrückt neben meinem eigenen Köpfchen und hab kaum Einfluss darauf, was sich da gerade hindurch denkt.
Dummerweise koppelt sich an solches "gedacht werden" meist eine kleinere oder grössere Schlange von Gefühlen, die sich in Reih und Glied aufstellen und warten bis sie ran kommen - dann gehts grad noch. Wenn die aber wenig gesittet sind, aufeinandertreffen, merken "oh verflixt, ich bin nicht allein da wollen noch mehr ran" geht das Höllentheather los. Es wird geschubst, gedrängelt, gewuselt, geschrien und getobt. Von wegen brav hinten anstellen. Alle wollen ran und raus und piesacken und das bitte alle zuerst.
Und da soll Frau noch alltäglich funktionieren können. Potz.

Dienstag, 11. März 2008

Menschen

Es kommen immer wieder Momente, in denen frage ich mich, wie mein Leben war, wie es sich verändert hat, wie es heute ist. Und frage mich was aus den Leuten, die mich, die ich lange begleitet habe, geworden ist. Und wie es dazu kam, dass man einander nicht mehr begleitet, dass man nichts mehr voneinander weiss. Manches Mal mag das leicht zu beantworten sein - manches Mal geht das tatsächlich. Andere Male wäre es vielleicht leicht zu beantworten - aber es fällt leider unter meine allgemein bekannte Vergesslichkeit. Und manchmal gibt es wohl einfach gar keinen Grund. Es passierte - einfach so.
Nachdem ich lange Zeit mein Leben fremdbestimmt und mit der Bewältigung verschiedener Altlasten lebte, hab ich mich irgendwann bewusst für dieses Leben entschieden. Ehefrau und Mutter sein. Ich habe vieles gewonnen, aber auch manches verloren. Kaum verheiratet änderte sich vieles - und noch vieles mehr, als es das Kindelein in unseren Armen gab. Ging ich zurück zu den alten Schauplätzen meines Lebens, zu den Menschen, mit denen ich viel Zeit verbracht hatte, fehlte der Anknüpfungspunkt. So als sei ich mit der Geburt des Kindeleins eine andere geworden. So als gäbe es neben der Mutterrolle nichts anderes mehr, als sei die FrauNebeL, die zuvor da war, einfach weg gespült.
Viel früher als ich eigentlich wollte ging ich zurück in den Beruf und fand eine recht neue Rolle und dennoch auch die alte. Ich kam zurück an meinen Platz. Und doch arbeite ich heute oft anders als zuvor. Weniger fachlich perfektionistisch. Mit weniger Selbstvorwürfen, zu wenig zu tun, es nicht gut genug zu tun. Dafür mit mehr Empathie, mit mehr Stellenwert für meine soziale Kompetenz.
Das ist aber nur ein kleiner Teil.
Es gibt so viele Menschen. Manche haben grosse Plätze in meinem Herzen. Und sind dennoch fort. Und ein Kontakt kommt nicht zustande. Weshalb auch immer.
Manche vermisse ich. Ungemein sogar. Und dennoch bleibt hier und da kaum eine Wahl.
Manche sind mir nah. Auch mit wenig Kontakt.
Manche sind einfach weg.
Und manchen laufe ich irgendwann mal irgendwie und irgendwo wieder über den Weg. Heute. Gestern. Oder morgen.
Und manchen muss ich noch mal begegnen. Bevor eine Begegnung nicht mehr stattfinden kann.

Vorher - Nachher

Bevor sich das Kindelein vor rund 3 1/2 jahren ankündigte war ich so ganz anders als nachher. Zumindest was das Äussere anbelangt. Und ne Menge Hosen aus der Zeit schlummern in der Unterbettkommode. Und im Kleiderschrank gibts auch noch das ein oder andere Zwischenmodell.
Nu wird das Kindelein 3 und ich frag mich gerade, wie lang ich das Zeug noch aufbewahren sollte. Vielleicht wärs an der Zeit, mir einzugestehn, dass ich die ruhig weg geben kann. ...
Hach, aber irgendwie halt ich son bisschen fest daran. Son klein wenig.