Freitag, 13. Juni 2008

Kinderstatus

Kinder bleiben wohl irgendwie immer - zumindest ein klein wenig - das, was sie immer schon waren. Schwarzes Schaf, Liebling, zart besaitetes Sensibelchen, Sorgenkind. Egal was sich je wie ändert.
Zumindest ich bleib, was ich fast immer war.
Und fülle somit eine wohl wichtige Rolle - nicht für mich. Für Andere. Ich kann tun und lassen und leben wie ich will. Ich werde immer bleiben, was ich war. Obs mir gefällt ist da mal eine komplett andere Geschichte. Denn das hat es nie. Nie niemals nicht.
Und das, wo ich momentan zum wohl ersten Mal das Gefühl habe, mein Status hat sich verschoben. Jemand anderer füllt nun die Rolle aus, die ich nie innhaben wollte.
Stimmt auch. Und dennoch - ich werde es immer bleiben sagt sie.

In welche Rolle werde ich das Kindelein einst fesseln?
Oder werde ich mich erinnern - und loslassen und vertrauen können?

Kommentare:

Nina hat gesagt…

Liebe Tonni,

ich finde Dich fantastisch als Mutter! Trotz oder wegen all der kleinen Fehler, die jeder Mensch macht.

Fühl Dich gedrückt.

Nina

Das Muddi Tina hat gesagt…

weisst du das schöne ist ja-du siehst den Fehler den andere machen und machst dir Gedanken.
Das ist immer die beste erste ERrkenntnis bevor was schief läuft.

Und falls du jemals merkst dass du deine Tochter in ihrer Rolle gefangenhälst kannst du immer noch handeln.

Aber ich kann dich verstehen - ich muss auch aufpassen dass man seinem eigenen Kind nicht einen Stempel aufdrückt und das Kind somit erst Recht in eine bestimmte Rolle reindrückt.

Ich glaube jetzt nicht dass ich mich verständlich ausgedrückt habe,vielleicht verstehst du mich dennoch oder gerade deswegen;-)?

tonni hat gesagt…

@nina
danke dir;-)

@tina
ja, ich verteh was du meinst. sehr gut sogar. und sicher hast du recht - einsicht, erkennen ist ja schonmal ein schritt auf dem weg...

schlapunzel hat gesagt…

Interessanter Beitrag, Tonni! Aber ich glaube nicht, dass Du Dein Kind in eine Rolle stecken wirst. Gerade, weil Du selbst diese Erfahrung hast und nicht magst...ich kenne das auch. Jeder steckt wohl schnell mal in einer Schublade. Aber ich habe festgestellt, dass man sich da nur selbst rausholen kann,indem man die anderen vom Gegenteil überzeugt, bzw. sie überrascht. Immer und immer wieder. Und wenn das zu anstrengend ist, ja mei... dann sollen sie halt denken, was sie wollen! Nur Du selber bist Dir Rechenschaft schuldig und weißt genau, was und wer Du bist!