Montag, 30. Juni 2008

Phase derzeit II

Neben dem bereits beschriebenen Verhalten ist das Kindelein zudem mitten in einer ordentlichen Regression.
Hier zuhause spricht sie ungeheuerlich oft nur in Babysprache. "da da da" habe habe" "aam" undsoweiterundsofort. Zudem haben seit rund einer Woche meine Wäscheberge mehr als zugenommen: das Kindelein ist ein Auslaufmodell. Und es gab mehr vollgepieselte Wäsche als in der Zeit ohne Windel überhaupt. Es wird kein grosses Tamtam drum gemacht, nur ab und an frage ich sie, ob sie weiss, warum die Hose nass wurde. Sie weiss es nicht. In der KiTa trägt sie von nun an wieder Höschenwindeln - auch wenn sie dann bequem reinpieselt. Aber in deren Tag dort find ich es einfach unzumutbar, wenn sie 4 Mal umgezogen werden muss.
Gleichzeitig ist sie Mama anhänglich.
Irgendwas wird sein. Irgendwie scheint sie momentan mehr Aufmerksamkeit von mir zu brauchen. Ich will sie ihr gern geben, aber was es ist, das sie so sein lässt ist mir leider nicht klar. Schade.
Aber so versuche ich zu antworten auf ihre Zeichen, hoffe auf eine Phase - und auf das Ende selbiger....

Werbung

Bei Multiples geschnappt. Und wir schauen derzeit kein Fernsehn. Eigentlich so gar nicht. Aber das war ja nicht immer so (und das wird wohl auch nicht so bleiben fürchte ich...)

Geliebteste Werbung vor vielen Jahren mit selbigem Wortlaut auf deutsch und diversen netten Opis....



Den kleinen Herrn find ich äussert pfiffig... ansonsten: kein kommentar zum drumherum....



Ohrwurm



schon damals dezenter fremdschämen Ohrwurm




alle versionen hiervon immer sehr gruselig gefunden

Sonntag, 29. Juni 2008

Guten Tag

  • Guten Tag, mein Name ist ferieservice. Ich bin ihr Urlaubsunternehmen. Bitte vergessen Sie nicht, das drei Wochen gebuchte Ferienhaus irgendwo am nördlichen Ende von Dänemark rechtzeitig zu zahlen.
  • Guten Tag, mein Name ist Stadtverwaltung. Hier mit besten Wünschen und Grüssen ihre Kindergartenberechnung. Bitte zahlen Sie am 01.08. 2008 544 - fünfhundertvierundvierzig - Eurozählerchen nach.
  • Guten Tag, ich bin ihr KfZ Mensch. Ja, eine Inspektion müssen sie machen. Oh, neu gemacht weden müssen die Bremsscheiben, Bremsklötze, der Zahnriemen, das Klimaanlagenriemchengezumpels, und das und das und das da auch noch. Kostet sie nur einen Tausender.
  • Guten Tag, ich nochmal, ihr Urlaubsunternehmen. Die Frist zur Urlaubsstornierung ist seit 2 Tagen abgelaufen. Aber sie können nun gerne 70 % des Reisepreises zahlen und nicht anreisen.

  • Guten Tag, Familie NebeLeben. Wenn ich Ihnen das mal so unter uns sagen darf: sie haben da gerade die Arschkarte gezogen.

Phase hin Phase her

Diese Phase jedenfalls macht mich schier wahninnig. Aggressivität pur. Das Kindelein kann derzeit kaum anderes als schreien, spucken, hauen, treten. Und bohrt somit tief und tiefer ihren Finger in mein eigenes leider allzu prall gefülltes Wut-Fass. Und hier tanzen ab und an zwei Wutmonster herum. Das eine große, das ab und an Situationen einfach verlassen muss um nicht zu explodieren und das andere kleine was hinterherrennt, um weiter und weiter zu bohren.
Hach.
Es gibt hier Grenzen fürs Kindelein. Klare Grenzen. Es gibt hier Konsequenz. Und ich weiss einfach nicht was das Kindelein will.
Grenzen testen? - Hach verflixt nochmal wie lang denn noch?
Aufmerksamkeit? - Bekommt sie. Eine Extraportion derzeit. Und solang ich voll bei ihr bin - ist auch alles wundertoll. Aber ich kann doch nicht immerzu nur des Kindeleins Bespasser sein.
Will sie einfach Spannung loswerden? - Weil doch so manches drumherum derzeit etwas aufregend ist?
Was weiss ich....
Mein Plan derzeit:
Grenzen setzen, ggf nach dem ersten Toben kurz erklären. Basta.
Positives mehr loben, ihr nicht ewig Vorwürfe machen.
Weiterer Plan: Eigenes Wutfässchen entladen. Wohl eine grössere Aufgabe. Da arbeite ich etwa seit Milliönchen Jahren dran.

Samstag, 28. Juni 2008

Wenn was kommt, warum kommts dann eigentlich immer knüppeldick?
Verschiedenste Seelenzustände haben sich gefälligts mal nett und brav in die Reihe zu stellen und zu warten. Bis Platz ist und sie dran sind.
Hier ist aber leider nur entsetzliches Gedränge. Von Ausgeglichenheit keine Spur. Weder bei mir noch beim Kindelein.
Nur der Gatte, der sitzt und schweigt.

Mittwoch, 25. Juni 2008

Stille

Nur hier aber nicht im Alltag.
Termine, Müdigkeit,Rücken und Kopfschmerzgeplagt und darum oft virtuell unlustig. Aber viele meiner Gedanken schwirren schon hier herum....

Kurzabriss:
  • Kieferorthopädentermin hinter uns - keine Frühbehandlung (dafür mit Sicherheit eine längere Zahnspangenkarriere später. Ja nu.)
  • Grenzen testendes liebevolles, oft zuckersüsses doch ungeheuerlich lautes und energiegelandenes Zickenmonsterchen (was mich dann noch müder macht(und sooo viele meiner Grenzen sehr wanken lässt))
  • Morgen erneuten Orthopädentermin meinerseits zum Kurieren des ISG
  • Sommerfest in der KiTa - wundertoll das Kindelein so integriert und mit Freunden spielend zu sehen, die ich nur vom Kindelein bringen und abholen kenne
  • Einige Spontanabende bei den Eltern verbracht zum Spargel und Erdbeeren essen, Weinchen trinken, Fussball schauen
  • Kolleginnen auch mal wieder ausserhalb der Arbeit getroffen
  • An den spielfreien Abenden auch mal früh schlafen gewesen
  • Extrem oft abendlich übellaunig
  • Zweiter Anlauf zum Treffen einer alten Freundin morgen. Und dies und das....

Bald ist sicher wieder weniger Stille hier. Denk ich mal so.
Aber liebe Grüsse lass ich da. Es bediene sich wer mag!!!

Freitag, 20. Juni 2008

Nie so ganz

In meinem Job bin ich immer schon recht gut darin gewesen, Grenzen zu ziehen. Und das ist absolutes Muss in diesem Job und vor allen Dingen in dem Bereich in dem ich arbeite. Neurochirurgische Reha. Viele sehr schwer betroffene Menschen sehe und behandele ich täglich. Und bin auch nah an ihnen dran. Aber ich nehme sie nicht mit nach Hause.
Meistens.
Denn das Grenzen ziehen klappt eigentlich wunderbar. Aber andererseits trotzdem nie so ganz. Da gab es die junge Virginia, mit der ich vor Jahren mit weinte. Aus Emphatie, aus Traurigkeit über ihre Erkrankung, aus ihrer Traurigkeit heraus. Sie war eine der ersten, die ich mit nach Hause nahm in meinem Herzchen. Und solche Menschen, die die Grenze Grenze sein lassen und mich doch mit begleiten, gibt es immer mal wieder. Und jeder begleitet mich auf seine eigene Weise mit nach Hause.
Und wenn es nur anhand von Gedanken ist, die in meinem Köpfchen plötzlich angstvoll die Runde drehen, wieder und wieder.

So wertvoll sind alle Stunden, die wir haben. Mit uns, den Menschen, die wir lieben und mit unseren Kindern.