Montag, 7. Juli 2008

Fünf Jahre

Frau Kathy fragte dieser Tage hier, was denn so vor fünf Jahren gewesen sei. Und ich las Texte und dachte an manches.
Vor kaum mehr als fünf Jahren bin ich umgezogen. Zurück in ein Haus, welches das Haus meiner Kindheit gewesen war. Rund zehn Jahre bin ich vorher fort gewesen. Ich hatte vieles vergessen. Und mit dem Einzug hier fanden sich dieses Haus und meine Erinnerungen wieder. Und ich stand mittendrin, unfähig mich zu regen, zu wehren oder Einfluss zu nehmen. Ich verschwand - wie schon so oft - im Nebel. Lange lange Zeit.

Ich lebe heute noch immer hier. Im Haus meiner Kindheit, was nun das Haus der Kindheit unserer Tochter ist. Meine Nebel haben sich verzogen. Nicht mehr LebeN im NebeL sondern nur noch zeitweilig NebeL im LebeN. Ein feiner, aber sehr, sehr bedeutsamer Unterschied.
Ich, FrauNebeL.

Sonntag, 6. Juli 2008

Doof

Wie doof kommt man sich eigentlich vor, vor dem Rechner zu sitzen und da herum zu quatschen? Und dann auch noch Antwort zu bekommen? Telefonieren über Laptop und Internet. Da sitz ich und erzähle dem Bildschirm etwas. Und bekomme Antwort von der lieben Kollegin. Und ich kann mich kaum rühren, weil ich sonst weder etwas höre noch gehört werden kann. Und tippen kann ich nebenher auch nix, weil dem Gegenüber dann sonderbare Geräusche recht laut entgegenschallen.
Neee, nix für mich. Sehr sehr sonderbar.

Samstag, 5. Juli 2008

Augenstöckchen

An vielen Stellen gesehen und auch gemacht.
Der Vater, die Mutter, das Kind.






Edit:
Vor vielen Jahren wollte ich von meinem Opa wissen welche Augenfarbe ich habe. Denn mir erschien sie immer nicht recht definierbar. Und er sagte damals: Grau gelb. Und ich war sehr verwirrt. Gelbe augen? Hört sich komisch an. Aber hier scheints auch so. Nur greif ich lieber ihre Benennung auf. Gold. Aber eher Goldgrau. Aber wenn ich das wem antworte, wenn er nach der Augenfarbe fragt, wird derjenige sicherlich auch verwundert schauen. Aber mein Opa hatte doch irgendwie recht....

Freitag, 4. Juli 2008

Gewitter

Dieser Tage gewitterte es des Nachts ordentlich. Das Kindelein ist sehr gewitterängstlich. Als ich vom Bad ins Bett kam, lag sie schon beim HerrnPapa im Arm und kuschelte sich dann zu mir rüber. Legte sich auf die Seite, Kuschelfreunde in beiden Armen, beide Hände auf den Ohren und sah mich an. Und zuckte bei jedem neuerlichen Donnern.

Ich: "Der Donner ist ganz schön laut"
Kindelein: "Ja Mama, das passiert schon mal".

Sahneton oder ähnliches

Beim Italiener während der Auswahl der Nachspeisen:

Kollegin A und ich:

A: "Was sowas isst du?"
T: "Ja klar, ist doch total lecker!"
A: "Ach nee, das hab ich auch mal gegessen, da konnt ich die ganze Nacht nicht schlafen mit dem Terracotta im Bauch."

Tränenlachen meinerseits die zweite.

Merchandise

Lautsprachlich "Mörtschendaise" ist in mancherlei Kreisen nicht hinreichend bekannt. Beim gestrigen Abendessen unter Kolleginnen jedenfalls wurde gefragt, was denn das sei - und das Wort erst nach folgender Lautrealisation erkannt: "Märchandiese". Weitere Erklärungen führten dazu, dass die nächste Kollegin der Ansicht war, es gehe um Möhrcheneis.
Und da soll sich noch einer fragen, warum um alles in der Welt ich bei jedem, aber wirklich jedem Essen mit den lieben Kolleginnen heulend auf der Tischplatte liege...

Mittwoch, 2. Juli 2008

Grüngrüngrün

ist von nun an die neue Sonnenbrille mit eingeschliffenen Stärkengläsern, durch die ich genauso gut wechselhaft gut über geht so bis schlecht sehen kann wie mit den neuen Allltagsgläsern.
Aber abwarten.


Wenn hier wohnenden Menschen nächstens wer mit giftgrüner Brille und dunkelgrünen Gläsern über den Weg laufen sollte, nicht erschrecken (ich lächel sogar manchmal...;-)):