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Freitag, 12. Februar 2010

Mähdrescher

Das grosse Kind ist ein Mähdrescher. Immer drüber übers Feld. Sehr ausdauernd.
Dummerweise bin ich eine Ähre. Oder so.

Sonntag, 24. Januar 2010

Von Wutmonstern

In mir geistern seit Jahren kleinere und grössere Wutmonster herum. Zu grossen Teilen schlafen sie tief und fest, aber dann gibt es Zeiten, in denen schlummern sie nur und brechen schonmal ein klein wenig aus. Vornehmlich dann, wenn ich nicht sonderlich ausgeglichen bin. Was ja ein Themenbereich ist, der mich schon vor dem Jahreswechsel beschäftigte.
Ich bin also derzeit müde, unausgeglichen, reizbar, urlaubsreif und manchmal ein klein wenig seelenpflegebdürftig.
Neben dem hier Herumräumen wollte ich die Nähmaschine eigentlich im Eckchen stehen lassen, bis etwas mehr Land in Sicht ist. Schweren Herzens, aber mir neben all den Aufgaben auch noch ein schlechtes Gewissen zu machen, indem ich zu viele freie Stunden am Maschinchen sitze wollte ich schlichtweg umgehen.
Umso willkommener war mir ein Geburtstag. Hier wollte ich endlich die Klasse Kleckse Erweiterung der Handstulpen ausprobieren. Also fanden die Overlock und die Nähmaschine kurzerhand ein Plätzchen auf dem Tisch und auf gings. Natürlich passierte ein kleines Malheur, bei dem ich ein Weilchen brauchte, um hinter den Fehler zu kommen. Das war aber nicht weiter schlimm und konnte recht schnell behoben werden.
Als es aber dann letzlich ans Absteppen ging, brachen nach anfänglicher Geduld, zunehmender Verzweiflung und heftiger "Ich-schmeiss-die-Maschine-aus-dem-Fenster-Phantasien" die Wutmonster durch und tobten ein klein wenig:



Noch nie sind sie beim Nähen derart mit mir durchgegangen. Nähen war mir bisher immer ein Ruhepol und das Auftrennen verschiedener Nähte und blöde Fehler konnten mich absolut nicht aus der Fassung bringen. Grund ist ein recht desolater Zustand des Maschinchens, was ihre Verlässlichkeit angeht. Mal fluppts, dann wieder hüpft die Fadenspannung, der Transport funktioniert nur wenn er will, Stichabstände variieren fröhlich vor sich hin und irgendwelche Stoffeckchen werden gefressen. So wurde aus der bis dato gar nicht so schlechten Stulpe ein absolutes Absteppdesaster. Und in Folge dann ein ziemlich löchriges Doppelstoffstückchen.
Das Kindelein weinte anschliessend, weil die Stulpe doch so schön war und das Malträtieren derselben ihr sicherlich weh getan haben muss. Das NebeLmädchen weinte anschliessend vor Wut und Enttäuschung. Und die Maschine würde sicher geweint haben, wenn sie gewusst hätte, dass sie von nun an ein einsames Dasein im Koffer wird fristen müssen. Heute ist Sperrmüll. Ich war versucht. Sehr versucht. Aber sie steht noch hier.

Das Geburtstagskind bekam dann letzlich ein Paar überhaupt nicht abgesteppte Stulpen. Und zu nem Schlüsselanhänger reichte es auch noch gerade eben.
Und ich, ich will ne Neue.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Beschäftigt

Ich bin beschäftigt derzeit. Sehr sogar. Vor allem emotional - und es macht wenig Freude. Eine Zeitlang wenig und schlechter Schlaf wurde bereits abgelöst von erschöpftem und tiefen Schlaf, die Gedanken fahren Karussell und ich hoffe einfach nur auf ein baldiges gutes Ende. Für all die Beteiligten, die mir nahestehen.
Und mittendrin der Zauber von etwas ganz wertvollem. Eigentlich verrückt in dem ganzen Trubel. Aber wirklich sehr schön.

Montag, 2. Februar 2009

Stinkesauer

Betreuungsplätze für Schulkinder benötigen sicherlich immer mehr Leute - weil die Eltern arbeiten. Entweder die, die alleinerziehend sind oder die, wo beide Elternteile arbeiten. In den ersten Klassen ohne Betreuung ist Arbeiten gehen quasi unmöglich: wie oft endet die Schule schon gegen elf obwohl sie erst um neun begonnen hat?
Da immer mehr Plätze benötigt werden und scheinbar nicht so schnell weitere geschaffen werden können, gibt es Gerangel bei der Platzvergabe. Sehr zweifelhaft finde ich da, was beim Nichtenkind gerade läuft:
Während der Anmeldung wurde noch lapidar dahergesagt, das Nichtenkind habe einen Platz sicher, da ihre Frau Mama alleinerziehend und arbeitend ist. Sie stünde somit an Platz eins der Liste.
Und was ist?
Heute kommt heraus, dass sie vermutlich keinen Betreuungsplatz hat. Beamtenkind xyz (beide Elternteile verbeamtet arbeitend) aus unserem Kindergarten jedoch sehr wohl. Da kann ich echt mal nur mitm Kopf schütteln. Ach und stinkesauer bin ich obendrein.