Sonntag, 13. November 2011

Das Auto Ding

Im Auto Ding hat es nun - endlich - Klarheit gegeben. All zu lang hat es gedauert, aber dafür hat sich das Warten gelohnt. Irgendwann nächstens wird es repariert werden unser Familienmobil. Gezahlt wird durch die Versicherung an eine kleinere Werkstatt unseres (fast ausnahmslosen) Vertrauens (man erinnert sich vielleicht an den fauxpas mit dem gelben Flitzer). Und bis dahin fahren wir, nein eigentlich ich und die Kinder, einen Kleinvan eines deutschen Herstellers, den wir angesichts der Preise (nein, keine Sterne, nur ein Kreis mit wilden Zacken herinnen) wohl niemals mehr fahren werden. Endlich wieder ein praktikables Alltagsauto, in den ich neben Buggy und 2 Kindern auch noch die Ranzen hineinbekomme ohne alles übereinander zu stapeln Ausserdem passt auch das vierte Kind noch rein, das regelmässig mitfährt. Und dann hab ich immer noch Platz. So muss das sein.
Funktionieren tut vieles, eigentlich ist es auch höchst unwichtig, wie ich, die Kinder, der Gatte oder wir alle von a nach b kommen, Hauptsache es funktioniert. Aber ehrlicherweise ist mir alles ohne wildes hin und Herpüngeln deulich lieber als das Durcheinander der letzten Wochen.

Eindrücke

Zeit ist zu schnell und doch zu langsam. Das Licht ist zu hell, die Menschen zu laut. Zuviele Eindrücke, die durch meinen Kopf galoppieren, sortieren derselben grenzt manchmal ans heillose Durcheinander eines umhergewedelten Wollknäuels. Es ist am Abend zu lange dunkel und am Morgen zu früh hell. Die Stille ist viel zu laut. Und alles Laute geht unter in einem rauschenden Einheitsbrei.
Manchmal momentvolle Eindrücke, manchmal dauerhafte.
Und nebenher läuft der Alltag. Unbeirrt von alledem. Sowas.

Dienstag, 8. November 2011

Heut so

Sonnenschein auf der Nase, eine liebevolle und wertschätzende Begegnung mit einem Patienten bei der Arbeit, ein kleines Lächeln im Gesicht.
Geht trotzdem noch. Gut so.

Montag, 7. November 2011

Nicht schlafen

Ich gehe nicht schlafen, weil ich nicht fallen will ins Unbewusste, ins Bodenlose, ins Nichts. Nicht hinein in die Dunkelheit, aus der ich hochschrecke. Ich will nicht fallen, kann mich nicht fallenlassen, einfach weil ich nicht kann. Weil da niemand ist, der mich auffängt, der mich hält. Niemand, den ich mich auffangen und halten lasse. Meistens weil ich nicht kann. Und manchmal, weil ich nicht will. Wenn ich falle, dann falle ich in mir, in mich zusammen. Und mache weiter. Das kenn ich, das kann ich. Lange. Und ich muss. Ich kann nicht liegenbleiben, weil da Menschen, kleine Menschen sind, die mich brauchen. Stehend. Laufend. Anwesend. Im Jetzt und Hier. Ich gehe nicht schlafen aus Angst. Keiner, der sie mir nimmt.

fehlen

mir fehlen Zigaretten. Ganz plötzlich. Seit ein paar Tagen erst. Dabei habe ich vor 3 Jahren bereits aufgehört und finde es inzwischen mehr als gruselig, das Gerauche, den Geruch. Aber seit ein paar Tagen fehlt es mir trotzdem.
mir fehlen Gedankenkreisereien um Dinge, die gar keine Gedankenkreiserein verdienen. Eigentlich zumindest. Uneigentlich aber merke ich, wenn ich denn dann wirklich hinschauen möchte, dass sie bereits wieder begonnen haben, mich in ihren Bann zu ziehen.
mir fehlen Knochen an mir. Knochen zum Festhalten.
mir fehlen Worte.
mir fehlt das mich herausholen durch den schmerz, weil der schmerz der ist, diffus und nebelig  in mir wütet. unfähig ihn zu packen und zu greifen, zu halten und anzusehen.
mir fehlt der ausgang.
mir fehlt mein innen, weil ich allzusehr damit beschäftigt bin, das aussen aufrechtzuhalten, die fassade zu putzen.
mir fehlt das hungern, hungern, hungern. und der erfolg.
mir fehlt es allein mit mir zu sein. Ohne Verantwortung zu sein, nur die meine zu tragen und nicht die für Andere.
mir fehlt es für mich zu sein, ohne linsende zuschauer hier daheim. ohne mann, ohne kinder, ohne eltern. nur ich.
mir fehlt ein Gegenüber dem ich zumindest zugestehen kann, mich halten zu können, zu dürfen. ob ich es zulassen könnte wäre wiederum eine kaum zu beantwortende frage.
mir fehlt jemand, der versteht. jemand der nicht nur irritiert fragend zusieht.

Fassade putzen

Die Fassade putzen kann ich gut. Mach ich schon lang. Dummerweise wird die irgendwann ganz schön dünn.  Dahinter knackt es bereits bedrohlich.Und ganz innen, da stürzt alles mit lautem Getöse in sich zusammen. Und gefühlt liege ich momentan genau da drunter. Tut weh.

Samstag, 5. November 2011

Schon wieder

Schon wieder schüttelte ich den Kopf über die Lücken in meiner Erinnerung. Manchmal scheint es, da redet jemand, der mich in vielen Bereichen sehr gut kennt, von jemand ganz Anderem anstatt von mir. Ich erkenne mich kaum wieder, erinnere mich nicht. Gestern trug ichs mit Fassung, rollte die augen, winkte es ab und wandte mich meinem wohl einzigen von Herzen gern getrunkenem hochprozentigem Getränk zu. Aber genau genommen fühlt es sich mehr als sonderbar an, von meinem eigenen Leben an mancher Stelle weniger zu wissen als mein Gegenüber. Mich nicht nur nicht an einzelne Gegebenheiten zu erinnern sondern gar an offensichtlich längere Zeitabschnitte. Nicht an Orte, nicht an Menschen die mir begegnet sind. Nicht an stattgehabte Gespräche, nicht an Gefühle. Einfach an nichts. Wenn ich denn sagen könnte, das waren nur Begebenheiten, Zeiten, Tage, in denen ich dem Alkohol oder so dermassen zugesprochen häötte, das ein Filmriss nicht unerwartet wäre, könnte ich mir das noch erklären. Vielleicht auch, wenn es nur 1 oder 2 Situationen gewesen wären. Aber es scheinen weit mehr Situationen als auch Zeiträume, angebliche Vorlieben, wiederkehrende Tätigkeiten zu sein, die ich mit meinem Leben absolut nicht verbinde. Es ist und bleibt sonderbar. Was ansich gewiss nichts Neues in meinem Leben ist. Dennoch... es ist sonderbar, ich selber zu sein, und nicht mehr zu erinnern, was Wegbegleiter noch deutlich vor Augen haben. Ich glaube, ich sollte manchmal ein paar mehr bunte Steinchen fallen lassen, um Wege in mich zurück zu finden. Andererseits sind die Wege zurück nicht unbedingt die Schönsten. Die nach vorn denn? Wer weiss das schon. Es gibt in jedem Fall hellere und dunklere. Die etwas helleren derzeit sind die, die ich mit den Kindern gehe. Und auf den anderen sollte ich mal schleunigst Laternen anzünden.