Donnerstag, 14. März 2013

Donnerstag

Ein guter Morgen - keine Kindernörgelei, alle kamen gut aus den Betten, das kleine Kind kam aus meinem Bett - wie eigentlich immer - auch wenn ich keine Ahnung habe wann oder wie es da hin kam ;).
Ich lieferte das grosse Kind bei der Schwester ab - da beginnt ihr "zu Fuß Schulweg", den sie gemeinsam mit beiden Nichten geht. Mit der Schwester klärte ich noch das ein oder andere Organisatorische für den Abend. Da stehen nämlich 2 Elternabende an, einer in der Schule, den ich besuche (das grosse Kind und das grosse Nichtenkind besuchen gemeinsam eine Klasse, eine altersgemischte Monttessouri Klasse) und einer im Sportverein für ein anstehendes Turnier mit Zelten, den meine Schwester organisiert und HerrNebeL besucht, der dafür seine Abendschule ausfallen lässt. Dann gehts wieder auf in den Kindergarten.
Daheim wird der Rest fürs Geburtstagsoutfit fertig genäht, bevors zum Kaffeetrinken bei den Eltern geht. Eigentlich stünde dann ein Besuch in der Stadt an für die letzten Besorgungen sowie 2 Geschenke für kommende Kindergeburtstage. Stattdessen versacke ich in den links zum Tagebuchbloggen...

In der Stadt lief ich dann durch mehrere entgegengesetzt liegende Geschäfte und hatte zugegebenermaßen schon nach 10 Minuten den Kaffee auf. Durch die Stadt Bummelei macht mir absolut keinen Spaß mehr. Es ist mir zu laut, zu hell, zu voll. Aber nu, nutzte nichts. Ein Abstecher auf dem Heimweg beim sushi Händler meines Vertrauens machte die Anstrengung - erstmal - wieder wett.
Daheim angekommen schwante mir jedoch schon Schlimmes, was sich auch bestätigte: Post von der Rentenversicherung. Hier musste ich - angestoßen durch meine Krankenkasse - vor einigen Wochen einen Antrag auf eine medizinische Rehabiilitation stellen. Dem Antrag beigelegt war ein Schreiben, dass ich um die ambulante Durchführung einer Reha bitte, da es mir aus logistischen Gründen absolut unmöglich ist, mehrere Wochen nicht zu Hause zu sein. Der Kinder wegen. Und der Abendschule des Gatten. Und Großeltern, die gesundheitlich angeschlagen und über 70 sind.
Heraus kam die freudige Mitteilung, dass ich 5 Wochen in die Nähe von Basel reisen darf. Nur zur groben Orientierung: ich lebe im bergischen Land. Mitten in NRW. Basel ist da nur ganz knapp heimatnah. Zudem 5 Wochen! An der Stelle brach ich erstmal ein Weilchen heulend zusammen, bevor ich mich ans Telefon klemmte...

Die Rentenversicherung gab mir die Auskunft, dass es wenig aussichtsreich sei,  dagegen anzugehen, obwohl ich das natürlich versuchen könne. Der Paragaph, nachdem der Antrag geprüft worden sei, lasse eine ambulante Reha nicht zu, insbesondere die Krankenkasse würde dem sicher nicht zustimmen.
Ich versuchte es trotzdem. Und erhielt innerhalb von 30 Minuten die Zusage zu einer ambulaten Behandlung, und zudem organisierte der Berater der Krankenkasse direkt bei der Rentenversicherung, dass die Klinik gewechselt wird. Nun geht es in die (fast) Nachbarstadt  (leider mit massivem Berufsverkehr in diese Richtung) und zwar jeden Tag neu. An der Stelle purzelten die Steine.
Ich sammelte die Kinder ein und ab gings zur Stadtbibliothek - das grosse Kind brauchte dringend neuen Lesestoff und auch ich musste mich vor den Ferien noch eindecken, da die Bibliothek dann geschlossen ist. Dazwischen gab es einen kleinen Sturz des kleinen Kindes, der viele viele Tränen verursachte, vor allem ab dem Zeitpukt, da sie sah, dass hre Hand blutete. Arme Maus. Also machten wir noch einen Abstecher in die Apotheke und besorgten Pflaster und ich verarztete das Kindelein. Wir trafen in der Bibliothhek dann meine Freundin mit ihrem Sohn und gingen anschließend noch ein Eis in der Eisdiele nebenan essen. Daheim gabs Abendbrot und ich machte mich parat für den Elternabend in der Schule, der Gatte für den Elternabend im Sportclub. Meine Mutter brachte die Kinder ins Bett. Der Elternabend lief ab wie eben so viele Elternabende: ein paar höchst sonderbare Fragen und Einblicke in fremde Familien, die dort meiner Ansicht nach wenig zu suchen haben. Es ging allerdings um etwas "grösseres": die Klasse  - 24 Kinder von 6 bis 10 Jahren - fährt im Mai mit der Nachbarklasse für 5 Tage auf Klassenfahrt. Solch eine findet bei uns alle 2 Jahre statt und für einen Großteil ist es das erste Mal, da die meisten Kinder aus dem 1 und 2 Jahrgang stammen.
Der Elternabend endete um 21 Uhr, was drei Familien noch zum Anlass nahmen, ein Bierchen in der Eckkneipe zu trinken. Wir kennen uns alle schon seit Jahren und über die Schule hinaus gehen die Kinder gemeinsam zum Sport. Die Folge des Kneipenbesuches ist, dass ich die komplette Gaderobe, die ich trug, waschen muss,  weil es eine Raucherkneipe war. Ich frag mich, wie ich das früher ausgehalten habe, als noch nahezu überall geraucht werden durfte. Obwohl ich selber Raucher bin, finde ich diesen Klamottengestank gräßlich.
Zuhause lag ich dann um 23 Uhr  im Bett.

Kommentare:

Roswitha hat gesagt…

Das mit der ambulanten Reha ist ja merkwürdig. Ich hoffe, das regelt sich für dich. Andererseits weiß ich nun, dass wir anscheinend einen Katzensprung voneinander entfernt wohnen.
Viele Grüße, Roswitha

FrauNebeL hat gesagt…

Ja, ich fand das auch sehr merkwürdig, zumal ich bereits bei der Antragstellung darum gebeten hatte unter Angabe der Gründe. Die BEgründung der Rentenversicherung war, dass angestossen durch die Krankenkasse nach §51 des SGB geprüft wurde und da es dort vornehmlich auch um die Frage nach einer Berentung geht, sei eben nur eine stationäre Reha möglich. Aber es hat sich ja nun doch anders geklärt, glücklicherweise.
Ui, wir wohnen nah beieinander? WIe schön!