Montag, 5. Dezember 2016

WMDEDGT - Dezember - Elternhochzeit

Der Tag begann, obwohl es ein Montag und damit eigentlich ein normaler Alltagstag ist, später als sonst. Alle Wecker klingelten roundabout sieben. Das kleine Mädchen war als erste komplett fertig angezogen, weil sie endlich ihr neues Kleid tragen durfte. Herr NebeL machte sich fast fertig, lediglich tug er Jeans und Shirt statt eines Anzuges. Er fuhr los zum Blumenhof und holte dort  die bestellte Blumen-Deko fürs Hochzeitsauto ab. In der Zwischenzeit bügelte ich die letzten Reste des Anzuges und warf ich mich ins Festtagskleidchen. Mit noch nassen Haaren half ich Herrn NebeL, die Brautpaarwagenblumendeko heimlich anzubringen, während der erste bereits eingeroffene Gast - ein alter Freund meines Stiefvaters - das Brautpaaar ablenkte. Anschliessend erledigten wir alle Aufhübschreste und trafen uns unten zur gemeinsamen Abfahrt. Das Brautpaar war schwer überrascht und staunte über das Auto... Wir fuhren gemeinsam zum Rathaus in dem einen Stadtteil der Stadt zum Standesamt. Hier fährt noch ein Paternoster - großes Kino. Den nahmen aber nur die beiden älteren Herren :-). Vor dem Standesamt warteten wir dann auf die Schwesterfamilie und zwei Tanten und durften dann in den Wartesaal für die Trauungen. Punkt halb zehn durften wir hinein in den Trausaal. Es wurden ein wenig die Stühle gerückt, da alle Enkelmädchen des Brautpaares neben den beiden sitzen durften. Die Trauung war kurz, aber sehr nett. Große Gratulationsumarmungen von allen und ein bisschen Kniepern folgten.
Von hier aus ging es in den anderen Stadtteil ins Restaurant, das alle Tage geöffnet hat und das schon ab neun. Herr NebeL und ich schleppten heimlich die Hochzeitstorte herbei und stellten sie - noch im Karton verpackt - in den Hof. Es gab zuerst feinen Schampus, Wein, Kaffee und Limo für die Kinder und anschliessend Essen á la Carte. Zugegebenermaßen habe ich noch niemals so früh Mittag gegessen. Aber es war lecker und hungrig waren wir auch alle. Als es gegen die Bestellung des Kaffees ging, holte ich die Torte, während das Brautpaar die Augen schließen musste. Ich stellte sie direkt vor Ihnen ab und als die Augen aufgingen, war sehr schnell klar, dass sie damit in keiner Form gerechnet hatten. Wieder ein bisschen Kniepern auf beiden Seiten. Wie sich das gehört, schnitten sie die Torte gemeinsam an und der erste Tortenstock wurde komplett aufgegessen (es hat also alles geklappt - der Fondant war prima, nichts aufgelöst, nichts war brüchig, geschwitzt hat er auch nicht im Restaurant. Eigentlich war die Torte rundum perfekt!).
Die Hochzeitsgesellschaft löste ich auf - das Brautpaar fuhr heim, ebenso der alte Freund des Vaters. Die Schwesterfamilie, wir und die Tanten schlenderten auf Wunsch der Kinder noch über den Weihnachtsmarkt. Es war ziemlich kalt und die Garderobe der Damen war für den Anlaß doch etwas ungeeignet. Aber es war ja nur für ein halbes Stündchen - also aushaltbar. Es gab ein bisschen Drama, eine Karussellfahrt, Weihnachtsbonbons und ziemlich interessantes Küchenzeug zu begucken.
Daheim wärmten sich die Kinder auf, es gab heißen Ingwer Lemon Tee und nochmalige Umarmungen der Braut als Dank für die Geschenke. 
Es kommt für mich nun leider noch ein blödes Kontrastprogramm - das Putzen der Toiletten im Hockeyclub. Die Damenmannschaft war nach einer dortigen wochenendlichen Festivität zum Putzdienst eingeteilt und auf wundersame Weise wollte fast keine der Damen (und die engagierte Putzfrau im Übrigen auch nicht) an die Keramik ran. Irgendwer aber muss die ja putzen. Aber nu, gibt Schlimmeres. Dann werden wir den Abend nach dem Zu-Bett gehen der Kinder entweder ausklingen lassen mit Wein, Tee und Musik. Oder ich raffe mich noch auf und gehe zum Hockeytraining, noch bin ich mir da nicht sicher. 
Hier also heute ein wenig alltäglicher, eigentlicher Alltagstag.

Sonntag, 4. Dezember 2016

Hochzeitstorte mit Hindernissen

Das Wochenende stand im Hause NebeL ziemlich im Zeichen der kommenden Hochzeit. Unsere Idee war eine Hochzeitstorte für das Brautpaar, auch wenn es nur eine kleine Hochzeit mit vergleichsweise wenigen Menschen werden wird.
Einige Tage las ich mich hier und da ein, stöberte nach entsprechenden Shops und bestellte dies und das. Prinzipiell war am Samstag dann auch alles im Hause. Als alles parat gestellt war und wir beginnen wollten, fiel zuerst die Küchenwaage aus. Eine leere Batterie lässt sich ja aber leicht tauschen - zumindest wenn sie ein gängiges Modell ist. War sie aber dummerweise nicht. Also tigerte eines der Kinder nach unten - zum Brautpaar - und lieh sich eine Küchenwaage. Der untere Boden wurde gerührt und gebacken. Leider wies er am Ende eine ziemlich grosse mittige Delle auf, aber die wäre ja aufzufüllen gewesen. Was sich aber dann leider erübrigte, da wir feststellten, dass wir dieses Stockwerk schlicht viel zu klein gebacken hatten. Ich vermute, dass sich der Tortenring nach dem Abmessen unbemerkt wieder verschoben hatte. Dennoch kam zunächst das obere Stockwerk dran, diesmal Biskuitteig. Dieser wurde letzlich deutlich fester als ich dachte und so entschied ich, dass auch der untere Teil daraus neu gebacken werden sollte.
Sonntag Morgen gingen Herr NebeL und das grosse Kindelein zur Kirche, während das kleine Kindelein und ich fleissig Biskuitteig rührten. Nach dem gemeinsamen Frühstück ging es weiter - Böden teilen und Buttercreme anrühren. Pudding - Buttercreme sollte es werden. Den Pudding hatten wir schon am Samstag gerührt und erkalten lassen. Also hiess es, Butter schaumig schlagen und Puderzucker hinzugeben. Schon da hörte ich leicht beunruhigende Geräusche aus dem Handmixer, und als dann nach und nach der Pudding hinzu kam, bestätigten sich meine Befürchtungen - es drehte sich nichts mehr. Also ging dieses Mal ich zum Brautpaar und bat um deren Handmixer. Die Creme wurde fertig gerührt und wanderte dann direkt zwischen die ersten Böden. Mit kleinen Klümpchen - die wohl schon im Pudding gewesen waren. Nicht mehr zu ändern, aber immerhin schmeckte es dennoch. Zwischenzeitlich lieh uns das Brautpaar noch eine Konditorplatte. Und für das Ausrollen des Fondants ein Nudelholz. Grosse Nachfragen gab es keine, aber ich ließ beiläufig fallen, dass ich an der Reihe war, einen Kuchen fürs schwiegerelterliche Sonntags-Nachmittags-Kaffeetrinken zu backen....
Der Fondant wurde gerollt und musste eine recht stattliche Größe haben, um das untere Kuchenteil zu bedecken. Ich war heilfroh, dass Herr NebeL hier war, und wir den Fondant gemeinsam anheben konnten, während das große Kindelein den Kuchen darunter schob. Die untere Kante verzierten wir mit einer fertigen Fondant Bordüre. Nach dem Einbringen mehrerer Stützen aus Schaschlikspießen  setzten wir das obere Kuchenteil auf, dass schon mit Fondant eingedeckt war. Anschliessend  kam noch die Bordüre. Obenauf das Brautpaar und noch ein paar Tauben hinzu - Fertig.
Sie hat ein wenig Schlagseite, die Torte und ist auch nicht aalglatt. Aber schön ist sie trotzdem. Und die allererste Torte dieser Art überhaupt. Ich hab noch nie Fondant verarbeitet, geschweige denn eine Buttercremetorte selber gemacht.
Gar schreckliche Dinge las ich dann im Nachhinein über Lagerung, Kühlung, Schwitzen der Torte, Auflösen des Fondants bei Puddingcremes und dergleichen. Sie lagert gerade, die Torte und noch geht es ihr gut, ich habe soeben nachgesehen. Immerhin lagert sie schon über sechs Stunden so. Zwölf hat sie noch vor sich. Ich hoffe sehr, dass alles gut geht - und dass sie den Temperaturunterschied morgen halbwegs verkraften wird.  Und dann, dann bin ich sehr gespannt, wie sie schauen werden, die beiden. Drücken Sie mir gern alle Ihre Daumen!


 

Freitag, 2. Dezember 2016

Kurzentschlossen

Die NebeLkinder haben viele Großeltern. Auf jeden Fall deutlich mehr als Andere. Natürlich mag man darüber streiten, welche davon denn nun die "echten" Großeltern sind. Den Kindern ist das allerdings völlig egal, auch wenn sie ziemlich genau erklären können, wie die Sachverhalte so sind. Für sie waren trotzdem alle irgendwie immer schon Oma und Opa.
Zum einen sind da meine Schwiegereltern. Bei meinen Eltern werden es dann ein paar mehr Menschen: Meine Eltern trennten sich in den 80ern und mein Vater heiratete erneut Anfang der 90er Jahre. Meine Mutter lebt seit Mitte der 80er Jahre in einer Beziehung. Die meiste Zeit bis heute lebten und leben die beiden zusammen. Seit nunmehr 12 Jahren leben wir als Familie mit meiner Mutter und ihrem Freund in einem Haus. Sowohl mein Vater und seine Frau als auch meine Mutter und ihr Freund sind also der Kindelein Großeltern. Hinzu kommt ausserdem noch eine weitere "Nenn-Oma", eine Freundin meiner Mutter.
Immer mal wieder war das Heiraten in den letzten Jahren ein Thema hier im Haus. Aber getan haben sie es nie, die Großeltern. Es ist noch nicht lange her, da fragten zwei der vier Enkelkinder (ich habe noch zwei Nichten) bei Oma und Opa nach, warum sie denn nicht eigentlich mal heiraten würden. 
Und  eben diese Nachfrage hat offensichtlich den schon lange lose liegenden Stein ins Rollen gebracht. Die Schwester, ihr Freund, Herr NebeL und ich wussten es schon ein paar Tage, die Kinder erst, als alles endlich unter Dach und Fach war. Am Montag wird es hier eine Hochzeit geben. Schon lange überfällig und letztlich nun kurzentschlossen. Als Trauzeugen hätten sie gerne alle Enkelmädchen gehabt. Leider müssten die aber alle so groß sein, dass sie einen Personalausweis besitzen, was noch nicht der Fall ist. Also wird ohne Trauzeugen geheiratet, aber mit dem ausdrücklichen Wunsch, dass alle Kinder vorne bei den Grosseltern sitzen dürfen.
Die Oma kleidet dazu nicht nur sich aus ihrem Kleiderschrank ein, sondern gleich auch die beiden Enkelmädchen, die bereits so groß sind wie sie. Das Wochenende im Hause NebeL steht definitv im Zeichen der zu backenden und in Fondant zu kleidenden Hochzeitstorte. Darauf freuen sich die Kindelein schon riesig. Und am Montag dann kann ich nach vielen Jahren der WMDEDGT Abstinenz einen der wohl unalltäglichsten Berichte überhaupt bei Frau Brüllen verlinken: Die Hochzeit meiner Eltern.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Eine ganze Weile

Eine ganze Weile war ich nicht hier. Einfach so nicht hier. Eigentlich ist das einfach so passiert. Aber wiederkommen geht ja eigentlich auch. Im großen und ganzen auch sehr unproblematisch. Zumindest wenn man ausser acht lässt, dass sich im Laufe der Zeit manche Plattformen verändern können - was mich ein klein wenig wundersam schauen lässt - und dass die Suche nach Benutzernamen und Passwörtern durchaus ein ziemliches Zeitverbringding sein kann...

Ein Update für FamilieNebeL gibt es nicht wirklich. Die Kinder sind nur einfach größer, die Jobs dieselben, ebenso der Wohnort. Das einzige Projekt der letzten Jahre war ein kleiner Umbau der Wohnung, der darin bestand, dass HerrNebeL und ich unser Schlafzimmer - was im Übrigen von 1978 bis 1994, bis ich auszog, mein Kinderzimmer war -  für das große Kind geräumt haben. Beide Kinder haben nun ein eigenes Zimmer und wir Großen sind umgezogen in das sehr großzügige Wohnzimmer. Früher konnte man hier drin tanzen, was nun mit komplettem Wohnzimmer, Esszimmer und Schlafzimmer natürlich nicht mehr möglich ist. Es ist aber nicht beengt sondern völlig in Ordnung. Anders wäre sicher schöner, aber irgendwann begegnen sie einem immer wieder, die Notwendigkeiten, Prioritäten setzen zu müssen. Und unsere Prioritäten waren, dass die Kinder jeder ein eigenes Zimmer bekommen und dass wir hier, im Haus meiner Eltern, wohnen bleiben. Ich war mal zehn Jahre weg von hier, aber das war vor der Zeit mit eigener Familie. Aus vielerlei Gründen bin ich zurückgekommen und kaum später zog Herr NebeL ein und das große Kindelein kam zu uns. Und wir sind immer noch hier...

Mein Plan ist es, auch hier im www wieder ein wenig mehr zu sein. Ich bin gespannt, ob und wie das funktionieren wird. Demnächst also wieder Wichtig- und Unwichtigkeiten, Worte, Gedanken und Bilder an dieser Stelle.

Sonntag, 22. Dezember 2013

Wichteln 2013

Dieses Jahr wurde dank CaitlinsMama wieder gewichtetl! Ein herzliches Danke für die Organisation!

Die Kinder packten Samstag Morgen aus, noch im Schlafanzug, weil sie es nicht erwarten konnten. AUch hier gehört das Wichteln absolut mit dazu.
Das Fröschlein packte als erstes aus:
Sie fand ein großes Paket Badezusätze von Dreckspatz, ein Selbermachpaket für  Haarsträhnen und ein Pferde und Pony "Ich weiß was". Alles kam super an und sie hat sich ordentlich gefreut. Natürlich mussten wir als allererstes an die Haare dran ;).
Das große Kindelein packte anschließend aus:
Sie packte als erstes etwas "für die Mama" aus, nämlich feinen Roiboos Tee - den ich supergern trinke, ich bin gesapnnt auf diese Variante mit Kakaobohnen - und sagenhafte getrocknete Zimt Apfelringe.
Für´s Kindelein gab es dann eine Beanie Mütze die sie kaum noch absetzt, ein Rundschal den sie schon mit ins Bett genommen hat, weil er so kuschelig ist und eine wunderwunderschöne Tasche, die sie sofort als ihre Lieblingstasche ernannt hat.
Liebes kleineres Kind von Liamie und lieber Liam vom perlchenblog: vielen vielen lieben Dank! Beide Kinder waren im Wichtelhimmel!

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Zweifle

Und am Ende des Tages, der schon so lange dunkel ist, ziehen sie ein in mich, die Trauer und die Zweifel. Die Angst, kaputt zu machen und das Bedauern über das was war. Es bleibt mir nur eine Kerze anzuzünden und zu hoffen, dass die Entschuldigung angekommen ist in den kleinen Kinderseelen und dass die Bedeutung meines Fehlverhaltens für Sie ungleich kleiner sein möge als sie es mir ist. 
Morgen ist ein neuer Tag und ich kann es besser machen, und dennoch weiss ich, dass da noch so viele Tage kommen werden, an denen ich ebenso denken und fühlen werde wie jetzt. Ich hoffe so sehr, ich bin der Aufgabe, diese beiden Menschen gut, vertrauensvoll in sich und gestärkt ins Leben zu entlassen, gewachsen. Heute aber zweifle ich daran. Sehr.

Montag, 5. August 2013

Tagebuchbloggen im August

FrauBrüllen fragt: "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?" Im August sieht das hier so aus:

Der Wecker klingelt aufgrund der Tatsache, dass Ferien sind und der Gatte Urlaub hat, vergleichsweise spät um 07:30 Uhr. Leider wachen die Kinder mit auf, sodass auch HerrnNebeL vermutlich nicht mehr viel Zeit im Bett vergönnt ist. Ich verschwinde nach der Dusche für Kaffee und Zigarette auf dem Balkon und mache ich danach auf in die Klinik. Im Büro angekommen schmeiss ich mich erst mal in meine Arbeitskleidung - momentan noch Trainingshose und LA-Shirt, da die hauseigene Kleidung von mir, blaue Poloshirts und weisse Hosen, noch nicht eingetroffen sind - und gönne mir beim Hochfahren des Rechners einen zweiten Kaffee. Ich drucke meinen Arbeitsplan aus und plane im Schnelldurchlauf, da ich mehr Zeit dafür nicht eingeplant bekomme, die anstehenden Therapien. Die erste Dame hole ich auf Station ab, die anderen kommen heute selbständig zu mir. Nachdem alle Patienten durch sind, schreibe ich noch kurze Empfehlungen, ob und warum die Sprachtherapie fortgesetzt werden sollte, für die Patienten, die bald entlassen werden und quatsche 5 Minuten mit der Kollegin bevor ich wieder heim fahre. Es ist Mittag und ich mache ein halbes Stündchen Augepflege auf dem Sofa. Anschliessend packe ich gefühlt 23 Handtücher ein und wir vier fahren zum Freibad im Nachbarstädtchen. Die Kinder haben Riesen Spass und tollen wie wild im Wasser herum. Gegen 18 Uhr gehts kurz einkaufen und dann heim. Die Kinder verschwinden unter der Dusche, wir wuseln im Haushalt und richten das Abendessen parat. Nache dem Essen spielen die Kinder noch einen Moment, wir wuseln wieder im Haushalt. Der Gatte bringt heute das große, ich das kleine Kind zu Bett. Die Große liest allerdings noch ein Stündchen, bevor sie das Licht ausmacht. Ich verschwinde nun auf den Balkon mit meinem Kindle, HerrNebeL hat einen Freund zu Besuch, mit dem er geschäftliches zu besprechen hat.
Alles in allem ein unspektakulärer Ferientag, an dem leider nur drei von vieren wirklich frei haben.