Donnerstag, 1. Dezember 2016

Eine ganze Weile

Eine ganze Weile war ich nicht hier. Einfach so nicht hier. Eigentlich ist das einfach so passiert. Aber wiederkommen geht ja eigentlich auch. Im großen und ganzen auch sehr unproblematisch. Zumindest wenn man ausser acht lässt, dass sich im Laufe der Zeit manche Plattformen verändern können - was mich ein klein wenig wundersam schauen lässt - und dass die Suche nach Benutzernamen und Passwörtern durchaus ein ziemliches Zeitverbringding sein kann...

Ein Update für FamilieNebeL gibt es nicht wirklich. Die Kinder sind nur einfach größer, die Jobs dieselben, ebenso der Wohnort. Das einzige Projekt der letzten Jahre war ein kleiner Umbau der Wohnung, der darin bestand, dass HerrNebeL und ich unser Schlafzimmer - was im Übrigen von 1978 bis 1994, bis ich auszog, mein Kinderzimmer war -  für das große Kind geräumt haben. Beide Kinder haben nun ein eigenes Zimmer und wir Großen sind umgezogen in das sehr großzügige Wohnzimmer. Früher konnte man hier drin tanzen, was nun mit komplettem Wohnzimmer, Esszimmer und Schlafzimmer natürlich nicht mehr möglich ist. Es ist aber nicht beengt sondern völlig in Ordnung. Anders wäre sicher schöner, aber irgendwann begegnen sie einem immer wieder, die Notwendigkeiten, Prioritäten setzen zu müssen. Und unsere Prioritäten waren, dass die Kinder jeder ein eigenes Zimmer bekommen und dass wir hier, im Haus meiner Eltern, wohnen bleiben. Ich war mal zehn Jahre weg von hier, aber das war vor der Zeit mit eigener Familie. Aus vielerlei Gründen bin ich zurückgekommen und kaum später zog Herr NebeL ein und das große Kindelein kam zu uns. Und wir sind immer noch hier...

Mein Plan ist es, auch hier im www wieder ein wenig mehr zu sein. Ich bin gespannt, ob und wie das funktionieren wird. Demnächst also wieder Wichtig- und Unwichtigkeiten, Worte, Gedanken und Bilder an dieser Stelle.

Sonntag, 22. Dezember 2013

Wichteln 2013

Dieses Jahr wurde dank CaitlinsMama wieder gewichtetl! Ein herzliches Danke für die Organisation!

Die Kinder packten Samstag Morgen aus, noch im Schlafanzug, weil sie es nicht erwarten konnten. AUch hier gehört das Wichteln absolut mit dazu.
Das Fröschlein packte als erstes aus:
Sie fand ein großes Paket Badezusätze von Dreckspatz, ein Selbermachpaket für  Haarsträhnen und ein Pferde und Pony "Ich weiß was". Alles kam super an und sie hat sich ordentlich gefreut. Natürlich mussten wir als allererstes an die Haare dran ;).
Das große Kindelein packte anschließend aus:
Sie packte als erstes etwas "für die Mama" aus, nämlich feinen Roiboos Tee - den ich supergern trinke, ich bin gesapnnt auf diese Variante mit Kakaobohnen - und sagenhafte getrocknete Zimt Apfelringe.
Für´s Kindelein gab es dann eine Beanie Mütze die sie kaum noch absetzt, ein Rundschal den sie schon mit ins Bett genommen hat, weil er so kuschelig ist und eine wunderwunderschöne Tasche, die sie sofort als ihre Lieblingstasche ernannt hat.
Liebes kleineres Kind von Liamie und lieber Liam vom perlchenblog: vielen vielen lieben Dank! Beide Kinder waren im Wichtelhimmel!

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Zweifle

Und am Ende des Tages, der schon so lange dunkel ist, ziehen sie ein in mich, die Trauer und die Zweifel. Die Angst, kaputt zu machen und das Bedauern über das was war. Es bleibt mir nur eine Kerze anzuzünden und zu hoffen, dass die Entschuldigung angekommen ist in den kleinen Kinderseelen und dass die Bedeutung meines Fehlverhaltens für Sie ungleich kleiner sein möge als sie es mir ist. 
Morgen ist ein neuer Tag und ich kann es besser machen, und dennoch weiss ich, dass da noch so viele Tage kommen werden, an denen ich ebenso denken und fühlen werde wie jetzt. Ich hoffe so sehr, ich bin der Aufgabe, diese beiden Menschen gut, vertrauensvoll in sich und gestärkt ins Leben zu entlassen, gewachsen. Heute aber zweifle ich daran. Sehr.

Montag, 5. August 2013

Tagebuchbloggen im August

FrauBrüllen fragt: "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?" Im August sieht das hier so aus:

Der Wecker klingelt aufgrund der Tatsache, dass Ferien sind und der Gatte Urlaub hat, vergleichsweise spät um 07:30 Uhr. Leider wachen die Kinder mit auf, sodass auch HerrnNebeL vermutlich nicht mehr viel Zeit im Bett vergönnt ist. Ich verschwinde nach der Dusche für Kaffee und Zigarette auf dem Balkon und mache ich danach auf in die Klinik. Im Büro angekommen schmeiss ich mich erst mal in meine Arbeitskleidung - momentan noch Trainingshose und LA-Shirt, da die hauseigene Kleidung von mir, blaue Poloshirts und weisse Hosen, noch nicht eingetroffen sind - und gönne mir beim Hochfahren des Rechners einen zweiten Kaffee. Ich drucke meinen Arbeitsplan aus und plane im Schnelldurchlauf, da ich mehr Zeit dafür nicht eingeplant bekomme, die anstehenden Therapien. Die erste Dame hole ich auf Station ab, die anderen kommen heute selbständig zu mir. Nachdem alle Patienten durch sind, schreibe ich noch kurze Empfehlungen, ob und warum die Sprachtherapie fortgesetzt werden sollte, für die Patienten, die bald entlassen werden und quatsche 5 Minuten mit der Kollegin bevor ich wieder heim fahre. Es ist Mittag und ich mache ein halbes Stündchen Augepflege auf dem Sofa. Anschliessend packe ich gefühlt 23 Handtücher ein und wir vier fahren zum Freibad im Nachbarstädtchen. Die Kinder haben Riesen Spass und tollen wie wild im Wasser herum. Gegen 18 Uhr gehts kurz einkaufen und dann heim. Die Kinder verschwinden unter der Dusche, wir wuseln im Haushalt und richten das Abendessen parat. Nache dem Essen spielen die Kinder noch einen Moment, wir wuseln wieder im Haushalt. Der Gatte bringt heute das große, ich das kleine Kind zu Bett. Die Große liest allerdings noch ein Stündchen, bevor sie das Licht ausmacht. Ich verschwinde nun auf den Balkon mit meinem Kindle, HerrNebeL hat einen Freund zu Besuch, mit dem er geschäftliches zu besprechen hat.
Alles in allem ein unspektakulärer Ferientag, an dem leider nur drei von vieren wirklich frei haben.

Freitag, 5. Juli 2013

Tagebuchbloggen im Juli

Frau Brüllen fragt: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?  Hier siehts im Juli so aus:

Um Fünf Uhr fünfzig soll eigentlich mein Wecker klingeln. Wobei, Herr NebeL meinte, das habe er durchaus, nur ich erinnere mich eher gar nicht... Glücklicherweise krabbelt aber das kleine Kindelein um kurz nach sechs zu mir ins Bett und Herr NebeL ist auch schon aufgestanden. War also nichts mit Verschlafen... Beide Kinder machen sich ausnahmsweise ohne größere Desaster nahezu allein fertig, was den Morgen sehr entspannt. Nach Kaffee, Zigarette, verweigertem Frühstück seitens der Kinder (wir bieten es jeden Morgen an. Zumindest Herr NebeL, ich bin frühstückstechnisch vor zehn absolut unbrauchbar. Die Kinder wollen seit Wochen aber nie. Da beide sowohl im Kindergarten als auch in der Schule sehr zeitig frühstücken lassen wir sie, auch wenn wirs gern anders hätten) schaffen wir es, halb pünktlich das Haus zu verlassen. Herr NebeL düst in die eine, wir in die andere Richtung. Die Kinder werden zur Schwester (die Große) und zum Kindergarten (die Kleine) gebracht, ich fahre heute wieder heim. Noch hat die Arbeit nicht gestartet, zwei Wochen bleiben mir noch. Erst gehts in die Waschküche, anschliessend dann ans Wäsche verräumen. Zwei anstehende Telefonate werden erledigt und ich mache mich auf die Suche nach einem komplett schwarzen Outfit für die große Tochter mit Leggins, Hot Pants und Top, dazu ein Paar dunkelblaue Chucks in Ermangelung noch dunklerer Schuhe. Leider ist das Top unauffindbar und weitere schwarze Shirts hat das Kind nicht. Nun muss ich entweder tricksen, dass sie eines von meinen Shirts anziehen kann oder eine Eingebung haben, in welcher Ecke des herrschenden Chaos das Top sein könnte.... Morgen hat das Kind nämlich eine Zirkusaufführung, in der sie am Trapez turnt. Und am Trapez sollen alle in komplett schwarz erscheinen. Seit Montag schon ist auf dem Sportplatz in der Nähe der Schule ein Zirkuszelt aufgebaut. Hier proben die Kinder in kleinen Gruppen jeden Tag und beginnend mit heute finden drei Zirkusvorstellungen mit verschiedenen Gruppen (es sind über 200 Kinder an unserer Schule) statt. Die Große ist morgen vormittag dran.

tbc....

Freitag, 14. Juni 2013

Aufpassen

Wenn es am Abend später und später wird, ehe ich den Weg ins Bett finde, der Schlaf auf sich warten lässt, die Gedanken kreisen und rattern und keine Ruhe geben, ich Nacht für Nacht wieder und wieder erwache; wenn mein Blick unbewegt in die Ferne schweift und haftet, die Schwere Besitz ergreift von meinen Gliedern, das Herzchen scheinbar grundlos doch unentwegt sticht, Bilder in meinen Kopf schießen, die längst vergangen sind; wenn Gedanken kommen, die so gar nicht meine zu sein scheinen, ich noch mehr als sonst schon vergesse, die Worte dessen der zu mir spricht gar nicht in meinem Kopf ankommen und ich das Gesprochene nur sehe; wenn das, was ich höre über das hinausgeht, was zu hören ist, ich manchmal kaum atmen kann, dann sollte ich wissen, dass es Zeit ist, aufzupassen. Oder darüber nachdenken, ob es denn für das Aufpassen nicht schon zu spät geworden ist.

Montag, 10. Juni 2013

Stockend

Es schreibt mich nicht, meine Worte sind stockend und stehen hilflos umher. Obwohl es sicher so manches gäbe, was fließen könnte. Manchmal frage ich mich, ob es eben einfach so ist, ob es irgendeinen Grund in mir hat, oder ob gar die täglichen Medikamente ihr Übriges dazu tun. Seit sie (wieder) zu meinem Alltag dazugehören ist es hier still geworden. Schade finde ich das, wo hier doch mein Platz war, all die gestauten Worte fließen zu lassen. 
Bald kehrt hier wieder Alltag ein, Alltag mit meiner Familie und Alltag mit meinem Job. Mit dem Job, den ich nie wieder ausüben wollte, mit der Arrbeitsstelle, die ich niemals wieder besuchen wollte. Mir scheint aber, ich habe keine andere Wahl. Die Alternative wäre, bald ausgesteuert zu werden und beim Arbeitsamt zu stehen. Und es würde wohl eine wilde Gutachterei und ein Kampf meinerseits entstehen, dass ich eben diesen Job nicht mehr auszuüben vermag. Mit vermutlich recht wenigen oder schwierigen Perspektiven. Das will ich nicht. So werde ich zurückkehren in mein Büro und weiterhin Patienten therapieren und nebenher eine Fortbildung machen, in der Hoffnung, bald an anderer Stelle, anderer Institution als der Klinik einen Job zu finden.
Ich habe Angst. Große Angst, dass ich die Rückkehr nicht schaffen werde, dass ich nicht zurechtkomme mit den Patienten, den Behandlungen, den Belastungen durch das Arbeitsklima. Wobei mein direktes Team immerhin großartig ist. Eigentlich sogar sehr. Ich habe Angst, die Fortbildung neben dem Job nicht zu schaffen. Ich habe Angst, dass am Ende auch die Berufs - Alternative mich überfordern wird. Wieder ein Beruf, ein Tätigkeitsfeld mit viel Menschenkontakt. Wenn auch ohne den immensen therapeutischen Anspruch an mich. Wenn ich denn überhaupt erst eine adäquate Stelle dazu finden kann.
Viele Fragen und Ängste. Alles auf dem Hintergrund dessen, dass mir in Wahrheit selbst das Familienmanagement nicht leicht von der Hand geht, was leider auch überall zu sehen ist. Es ist nicht einfach und ich möchte meinen, das Ding mit dem Job und der darunterliegende Grund sind gewiss ein handicap. Ebenso die häufig so wackelige Stimmungslage, die die zugrundeliegende Erkrankung so mit sich bringt. Dennoch irgendwie denke ich, es geht uns eigentlich ganz gut. Mit ein paar Päckchen und Paketen. Aber wer trägt schon keine?