Donnerstag, 14. Februar 2013

Heute

Heute brennt hier eine Kerze. Und meine Gedanken wandern liebevoll in die Ferne.

Dienstag, 5. Februar 2013

Unordnung.

Wenn ich schriebe, ich würde schreiben von Leere, von Unsicherheit, von Tränen, Angst und dem Alleine-fühlen. Ich würde schreiben von wohlig warmen Begegnungen, vom Spass und der Sicherheit an neuen, alten Tätigkeiten. Ich würde schreiben von allwöchentlich wiederkehrenden Verabredungen mit einer der ältesten Freundinnen und ihrem Sohn. Von den wundersam zauberhaften Gesprächen, die die beiden Kleinen dabei führen. Ich würde schreiben von der Schwierigkeit, meinen Alltag zu leben, von den Problemen, einen Haushalt zu führen. Ich würde schreiben von einer bemerkenswerten großen Tochter, die in zwei Welten zu leben scheint. Ich würde schreiben von all den so ungewissen Zukunftsgedanken, von der Suche nach Wegen, von Zweifeln und mangeldem Selbstvertrauen. Ich würde schreiben über ein neu entdecktes Hobby, dass mich nach draussen lockt. Ich würde schreiben über glänzende Kinderaugen, die sich über selbstgenähte Pullover freuen. Ich würde schreiben von einem glücklicherweise gut ausgegangenen Brand Unfall des kleinen Kindes. Wenn ich schriebe, würde ich noch viel mehr schreiben als das, weil es beginnen würde, mich zu schreiben ohne dass ich wüsste wohin der Weg mich führt. Wenn ich schriebe, würde sich mehr ordnen und zusammenfügen, es würden sich Wege zeigen und ich würde ein Stück weit mehr verstehen. Weil es schon immer so war. 
Manchmal sehnt es mich genau danach. Schreiben. Aber nur für einen kurzen Moment, um dann unterzugehen in dem, was ungeordnet ist.

Montag, 31. Dezember 2012

Rückblick 2012

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Eine fünf.
Zugenommen oder abgenommen?
Zugenommen, abgenommen, wieder zugenommen.
Haare länger oder kürzer?
Deutlich länger.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Was die Augen angeht gleichbleibend weitsichtig, was die Planungen angeht: auf der Suche nach Weitsichtigkeit.
Mehr Kohle oder weniger?
Etwas weniger.
Besseren Job oder schlechteren?
Job in Auszeit und auf der Suche nach einem (für mich) besseren.
Mehr ausgegeben oder weniger?
Gleichbleibend zum letzten Jahr.
Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Wohl wieder ein Stück Einsicht.
Mehr bewegt oder weniger?
Nach der Rückkehr zum Herzenssport mehr.
Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Wenige. 
Davon war für Dich die Schlimmste?
Wie im letzten Jahr: Eine sich präsent zeigende Bekannte.
Der hirnrissigste Plan?
Nach München zu FLIEGEN.
Die gefährlichste Unternehmung?
Auch hier sag ich fliegen.
Die teuerste Anschaffung?
Keine Anschaffung, sondern erneut der Sommerurlaub im Norden Dänemarks.
Das leckerste Essen?
Keines, das Besonders war.
Das beeindruckendste Buch?
Aufgrund ziemlicher Trivialliteratur: keines, was wirklich beeindruckt hätte, dafür gabs viel Kurzweil ;)
Der ergreifendste Film?
Da ich wenig fernsehe, muss ich hier wohl den Film anführen, bei dem im Kino die Tränen flossen: neulich beim Besuch von "Tinkerbell, das Geheimnis der Feenflügel" mit 4 mittelgrossen Mädchen, Zu meiner Veteidigung war ich nicht die einzige, bei der Tränen flossen (ja, ihr dürft alle lachen ;)).
Die beste CD?
Das kann wohl nur die Einzige des Jahres sein, ein Geschenk der Freundin, die Toten Hosen, Ballast der Republik.
Das schönste Konzert?
Kein Konzert besucht. 
Die meiste Zeit verbracht mit?
Den Kindern, Herrn NebeL, mir
Die schönste Zeit verbracht mit?
Den Kindern und Herrn NebeL 
Zum ersten Mal getan?
Beim Arbeitsamt gewesen.
Nach langer Zeit wieder getan?
Selber Hockey gespielt
Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Ein eigenes Eingeständnis meinen Job betreffend.
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
mmh, mich selbst in Jobdingen.
Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Das weiss ich nicht, es fällt mir keines ein. 
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Der Gatte: grüne Schuhe.
Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Mima, ich liebe dich am besten.
Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ich liebe Dich.
Dein Wort des Jahres?

Dein Unwort des Jahres?
Auszahlungsschein
Dein(e) Lieblingsblog(s) des Jahres?
Viele.
Zum Vergleich: Verlinke Deine Rückblicke der vorigen Jahre!
2011 2010

Freitag, 28. Dezember 2012

Wichtelei 2012

Nachdem das Traumbergsche Wichteln im letzten Jahr endete (von mir noch ein dickes Dankeschön für Eure Wichtelorganisiererei an Tanja und Holger, ich fand sie sehr grossartig!), organisierte sie kurzerhand ein kleines, beschauliches Twitterwichteln. Da waren wir gerne dabei - ist doch die Wichtelei vor Weihnachten beinahe schon so etwas wie eine kleine Tradition für die Kinder geworden.
Zuerst war das kleine Kind dran:




 Sie war sehr glücklich über Wachsblöcke, den "kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat" und ein tolles Klebebuch, dessen Figuren stets neu auf die Seiten geklebt werden können. Das grosse Kind bekam noch dazu einen Glitzer Lipgloss und Aufkleber-Ohrringe! Das kam auch beides sehr gut an! Vielen Dank an unseren Wichtel - den Sohn von wagnerwahn!

Das grosse Kind wühlte sich durch eine Menge Papierschnipsel (was auch schon Freude machte) und entdeckte, entdeckte, und entdeckte!
 Süsskram, Bastelsachen zu Hauf! Eine Papierbox, Bastelanleitungbücher, Glitzersteine, Glitzerornamente, Bastelfedern, Glitzerpuder
 und auch etwas ganz wunderbar selbstgebasteltes:

Ein ganz grosse Dankeschön geht an die Herzchaostochter von hier! Hier wurde direkt nach dem Auspacken mit der Bastelei begonnen!

Leider habe ich es versäumt, den Inhalt der beiden Päckchen komplett zu fotografieren, und nun ist schon alles überall verräumt und verstaut! Aber beide Kinder haben sich sehr sehr sehr gefreut!

Ein liebes Dankeschön und eine Umarmung geht an Liamie!!!

Montag, 12. November 2012

Stöckchen....

Frau Zukunft hat mich getaggt, vermulich, damit ich mal wieder etwas schreibe ;)... Dann mal los: 

Die Regeln:
- Jede getaggte Person erzählt 11 Dinge über sich selbst.
- Außerdem müssen die 11 Fragen beantwortet werden, die man vom Tagger bekommen hat.
- Du musst 11 weitere Fragen an die Blogger stellen, die du taggen willst.
- Dann musst du 11 weitere Blogs mit weniger als 200 Lesern auswählen und sie informieren.
- Markiere den, der dich getaggt hat, als Dank – Zurücktaggen ist nicht erlaubt!

1.)
Ich bin ebenso eine Nachteule wie Frau Zukunft :). 
2.)
Ich schlafe mit Socken. Fast immer.
3.)
Ich liebe es, neben meinen Kinder zu schlafen und hätte deswegen sehr sehr gern ein riesiges Familienbett.
4.)
Ich schaffe es leider nicht, nur mit Wasser oder Tee auszukommen. Nach spätestens zwei Tagen werde ich verrückt und brauche SoftDrinks. Am allerliebsten Spezi. (Kaffee trinke ich sowieso in Mengen)
5.)
Falls ich mal ausgehe, bestelle ich nahezu immer gleich 2 Getränke. Wenn ich mich gar nicht entscheiden kann, sinds auch schonmal drei.
6.)
Ich wollte immer auch kirchlich heiraten, ebenso wie der Gatte. Wir haben es auf später veschoben, da ich ziemlich schwanger war. Und haben es bis heute (nach 8 Jahren Ehe) nicht getan
7.)
Aus vermutlich denselben Gründen haben wir es bisher versäumt, das Fröschlein taufen zu lassen.
8.)
Ich habe lange nicht daran geglaubt, jemals Kinder (zu) bekommen (zu können), insbesondere wegen einer langjährig bestehenden Magersucht
9.)
Ich verlege meine Brille. Täglich.
10.)
Ich bade gerne und nehme nahezu immer ein bis zwei Getränke und Salzbrezeln mit.
11.)
Ich kann seit ein paar Jahren keine Krimis mehr lesen - viel zu gruselig.

Frau Zukunfts Fragen an mich:
1) Deine Lieblingsserie?
2) Wenn Du freie Auswahl hättest, wie würdest Du Dein Geld verdienen wollen?
3) Dein Patentrezept gegen Wäscheberge?
4) Gartenwohnung oder Penthouse?
5) wohin geht Dein Traumurlaub?
6) welchen Sport machst Du?
7) Dein Wohlfühlrezept?
8) Schnarchst Du?
9) was wirst Du nie, nie, niemals machen?
10) was hast Du noch nie, nie, niemals gemacht, möchtest es aber gerne mal tun?
11) wirst Du dieses Jahr einen Jahresrückblick in Deinem Blog machen?

1.) 
Heute habe ich keine Lieblingsserie mehr, da ich fast kein Fernsehen gucke, aber früher wars eindeutig die Lindenstrasse.
2.) 
Ich würde mein Geld am liebsten mit etwas Handwerklichem verdienen. Was genau - keine Ahnung ;)
3.) 
Die warten, die Wäscheberge. Bis ich Zeit und Muße habe. Oder die Unterhosen alle sind.
4.) 
Gartenwohnung.
5.)
Phew, ehrlich gesagt weiss ich das nicht. Ich weiss erst nach dem betreffenden Urlaub, obs einer war. Dabei ist jedoch nicht das Ziel das Entscheidende. Es gibt keinen Ort, wo ich dringend mal hin möchte.
6.) 
Der einzige Sport der mir jemals Spass gemacht hat, war Hockey. Derzeit sportele ich nicht, plane das aber nach der Weiterbildung des Gatten (die Mitte 20123 endet) wieder zu tun.
7.)
Badewanne, Kerzenschein, ein gutes Buch.
8.) 
Nein.
9.)
Fallschirmspringen. Bungeejumpen. Nach Übersee fliegen. 
10.)
Ein Haus kaufen. Oder bauen und mit meiner Familie dort wohnen.
11.)
Ist zumindest geplant ;)

Meine Fragen an kommende Beantworter:

1.)  Schreibst Du noch handschriftliche Briefe?
2.)  Was ist Dein Lieblingsgetränk?
3.)  Wie oft läuft Dein Fernseher? 
4.)  Gibt es ein Alter, was Du am liebsten gemocht hast in Deinem Leben? Wenn ja, welches?
5.)  Wovor hast Du Angst?
6.)  Welche Geschenke wertschätzt Du am meisten?
7.)   Hast Du jemals geraucht?
8.)  Was liest Du gern?
9.)  Welche Farben trägst Du am liebsten?
10.)Wie wichtig ist Dir das www?
11.)Hast Du vorwiegend gute oder schlechte Erinnerungen an Deine Grundschulzeit und warum?

Ich werde niemanden taggen, freue mich aber sehr, wenn Ihr Euch bedient und mir einen Kommentar dazu hierlasst, damit ichs lesen kann. ;)

Freitag, 12. Oktober 2012

Seelentätigkeiten

Ich erinnere mich nicht, als Kind ein wiederkehrendes Hobby gehabt zu haben, was mich kreativ sein liess. Ich lernte das Klavierspiel, aber kreativ in und an den Tasten und in meiner musischen Gefühlswelt wurde ich an erst weit später. Ich ging zum Herzenssport, versuchte hier und da noch einen anderen Sport, und blieb letzlich doch nur bei dem einen. Ich fühlte mich lange hingezogen zum Balletttanz - durfte es jedoch nie - und sehnte jahrelang herbei, Violine spielen zu lernen. Auch dies fand wenig Unterstützung daheim, was ich heute, als Mutter irgendwie auch verstehen kann - da ist sovieles, was manchmal einmalig und manchmal immer wieder  aufzutauchen scheint und sovieles, was schon seinen Platz im Kinderalltag hat - wie soll es da nicht schwierig sein, zu entscheiden?!
Im Studium erfüllte ich mir den Wunsch nach dem Violinenspiel. Ich spielte ein paar Jahre, war mir nahezu sicher, dass dies mein Instrument ist - wobei mich die Viola mindestens ebensosehr reizte, ich sie aber niemals selber spielte - und hörte wieder auf. Es fand keinen Platz mehr in meinem Alltag, als ich das Arbeiten begann. Knapp neun Stunden täglich therapeutisches Arbeiten , sehr sehr nah an all den Menschen. Und zusätzlich war da noch der Herzenssport, der einige Wochenstunden forderte und mein langjähriger Nebenjob, in dem ich eine kleine zweite Familie gefunden hatte. Ich schaffte es nicht mehr, die Ruhe und Konzentration aufzubringen, die das späte Erlernen eines Streichinstrumentes forderte.
Ende der neunziger Jahre begann ich durch einen langen Klinikaufenthalt das Malen mit Acryl. Dort kam ich damit in Berührung und meine anfängliche Scheu überwand ich, als ich durch das Hören wunderbarer Klarinettenmusik alles ausblenden konnte und meine ersten Striche tat. Noch heute hängt dieses sehr grosse Bild an einer unserer wenigen freien Wände. Fortan hatte ich stets Leinwände in verschiedenen Grössen und eine Menge Acrylkram daheim. Gerade neulich noch fand ich mehrere alte, unberührte Leinwände. Irgendwann habe ich aufgehört. Ich weiss weder genau wann, noch warum. Eines der letzten Bilder war wohl ein Bild für meine Nichte, was 2003 anlässlich und etwa zum Zeitpukt ihrer Geburt entstand. Ich kann mich nicht erinnern, jemals wieder in dieser Wohnung gemalt zu haben.
In der zweiten Schwangerschaft versuchte ich mich am Nähen. Niemals hätte ich geglaubt, dass mir dies so viel geben könnte. Ich war bei mir, bei dem genähten Stück und entspannte. Es begleitet mich seitdem. Wenn ich derzeit auch nahezu keinen Weg mehr dorthin finde. 
In einem Urlaub begann ich - in Ermangelung meiner Nähmaschine - das Häkeln. Dazu ein Hörbuch und ich tauchte ein in fremde Welten, während meine Hände werkelten. Auch hier stellte sich ungeahnte Entspannung ein. Ich häkele seit eineinhalb Jahren nicht mehr.
Überall Brüche. Brüche, die ich entweder nicht verstehe oder die ich sehr bedaure. Oder beides. In den Zeiten, in denen ich kreativ bin, fühle ich mich einem Falter, der seine Flügel ausbreitet, gleich. Ent fal tung und ein Davongetragen werden, wie der Falter im Wind. Mir fehlt etwas ohne diese kreativen Dinge. Und doch sind da immer wieder diese Phasen, in denen ich meilenweit entfernt scheine, keine Kraft und keine Muße habe, etwas zur Hand zu nehmen. Wobei eigentlich dieses Kreativ-Sein es ist, was mir die Kraft und Muße erst gibt. Doch der Weg dahin scheint verbaut, unerreichbar. Wird es mit dem Nähen ebenso sein? Kommt manch anderes einst wieder? Was mögen die Gründe für diese Brüche sein? 
Ich glaube, die Kreativität wohnt in mir, ich brauche ihr Ausleben, um mich in die Waage zu bringen. In den Lebenssituationen, in denen sie ruht, scheint mein Leben zumeist im massiven Ungleichgewicht. Doch es stellt sich die Frage, ob dieser starke Unterschied mich lähmt, oder ob die nicht arbeitenden Hände beteiligt sind an der Höhendifferenz der Waagschalen.
Es wundert mich. Zumal ich eben erst bemerkte, dass da häufig Brüche von ehemals geliebten, wichtigen Seelentätigkeiten sind...